Stadt beauftragt Sanierung der Kieselrot-Fläche
Beprobung der Laufbahn ergab deutlich erhöhte Werte
Vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) wurden der Stadt Lübbecke heute die Ergebnisse der Beprobung der Kieselrot-Laufbahn an der Hauptschule mitgeteilt. Die Untersuchung hat mit einer Dioxinkonzentration von 15.274 ng TE / kg Trockenmasse überraschend einen deutlich höheren Wert als bei der letzten Beprobung ergeben. Der neu ermittelte Wert überschreitet den Grenzwert von 1.000 ng TE / kg Trockenmasse erheblich. Das LANUV NRW hält daher mittelfristig eine Sanierung der Fläche für erforderlich. Die Maßnahme sollte aus Sicht der Behörde nicht unmittelbar zum Schutz der menschlichen Gesundheit als vielmehr zum Zweck der nachhaltigen Gefahrenabwehr ergriffen werden. Die Stadt Lübbecke plant nun über die Empfehlung des LANUV NRW hinaus noch in diesem Jahr die Abtragung des belasteten Materials.
Für die geplante Sanierung wird ein Gutachterbüro in Bielefeld mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts einschließlich der fachgerechten Entsorgung des Kieselrot-Materials beauftragt. Parallel dazu laufen bereits Gespräche mit der Bezirksregierung Detmold, um noch kurzfristig Fördermittel aus einem Programm zur Altlastensanierung für die geplante Maßnahme bewilligt zu bekommen. Das Land NRW bezuschusst die Sanierung von Kieselrot-Flächen mit einem Fördersatz von 80 %. Die Sanierung wird in enger Abstimmung mit den Fachbehörden des Kreises Minden-Lübbecke und der Bezirksregierung erfolgen.
Die Laufbahn an der Hauptschule ist derzeit für den Schulsport gesperrt. Von der Stadt wurden Ausweichmöglichkeiten auf andere Sportanlagen im Stadtgebiet angeboten. Ob zukünftig wieder eine Laufbahn an der Hauptschule benötigt wird, klärt die Stadt zurzeit in Gesprächen mit der Schulleitung.