So lief das Ortsteilgespräch in Dielingen
Es war die inzwischen vierte Station für Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat auf seiner Gesprächstour durch die Gemeinde und auch diesmal war das Interesse am Austausch mit dem Verwaltungschef groß. Rund 30 Dielingerinnen und Dielinger haben die Gelegenheit genutzt, sich beim Ortsteilgespräch mit dem Bürgermeister auszutauschen. Im Mehrzweckraum der Dielinger Turnhalle ging es, bei Kaffee und Kuchen, um verschiedene ortsteilspezifische Themen. Zunächst wurden auch diesmal wieder persönliche Anliegen in Einzelgesprächen geklärt, bevor im abschließenden öffentlichen Teil, in großer Runde, über verschiedene Dielinger Themen diskutiert wurde.
Unter anderem ging es um Radwege, oder auch das Thema Windkraft und Freiflächen-Photovoltaikanlagen und die zunehmenden Anfragen von Investoren in dieser Thematik. Bei einem Thema gab es aber besonderen Gesprächsbedarf: viele Dielinger ärgern sich seit Längerem über das Verhalten einiger Jugendlicher bzw. junger Heranwachsender im Ort. Diese würden sich nach wie vor regelmäßig im Bereich des Koppelwegs aufhalten und dort den Spielplatz oder auch die Sitzecke am Gemeindehaus belagern und zumüllen und sich nicht um Nachtruhezeiten kümmern und so die Anwohnerinnen und Anwohner stören.
Bürgermeister Abruszat betonte, dass es in diesem Fall keine Patentlösung gebe, er aber zuversichtlich sei, die Situation entschärfen zu können. „Wir dürfen nicht vergessen, dass gerade auch die junge Generation durch die Pandemiesituation in den vergangenen Jahren erheblich eingeschränkt wurde“, so Abruszat, der den Anwesenden auch eine mögliche Handlungsempfehlung mit auf den Weg gab. Seines Wissens nach, handele es sich hauptsächlich um Jugendliche aus dem Ort. Diese müssten namentlich identifiziert werden, damit sie daraufhin gezielt angesprochen werden können. „Es geht nicht darum, die Jugendlichen konfrontativ in die Ecke zu treiben, sondern darum, miteinander zu reden und nach Lösungen zu suchen“, erklärte der Bürgermeister. Er könne sich einen runden Tisch, zum Beispiel auch mit der Jugendsozialarbeiterin der Gemeinde vorstellen. Aber auch die Dorfgemeinschaft sei gefordert, so der Bürgermeister. Man müsse sehr ausgewogen agieren, aber auch klare Leitplanken vorgeben. „Wir können erwarten, dass Jugendliche einen leeren Pizzakarton ordentlich entsorgen anstatt ihn einfach liegen zu lassen, oder dass Glasflaschen nicht zerschlagen werden.“
Beim Dielinger Ortsteilgespräch informierte der Bürgermeister auch über den Stand der Dinge bei der Um- bzw. Neugestaltung des historischen Kirchplatzes. „Wir haben die Bestätigung, dass sich das Land NRW mit rund 171.000 Euro an diesem Projekt beteiligt“, berichtete Kai Abruszat. „Allerdings liegt der offizielle Förderbescheid noch nicht vor.“ Sobald das der Fall sei, würde ein Arbeitskreis gebildet, bei dem sich auch die Dielingerinnen und Dielinger selbst einbringen könnten.
**weitere Ortsteilgespräche im November**
Die nächsten Stationen der Ortsteilgespräche von Bürgermeister Kai Abruszat sind am Donnerstag, den 10. November, das Heuerlingshaus an der Leverner Mühle sowie am Montag, den 21. November, der Ilweder Hof in Haldem. Auch dort wird es jeweils zunächst Einzelgespräche geben, als auch ab 17 Uhr eine öffentliche Runde.
Wer Bürgermeister Kai Abruszat unter vier Augen treffen möchte, kann sich jetzt bereits Termine reservieren – per Mail an buergermeisterbuero@stemwede.de oder telefonisch 05745/ 788 99 930.