Inhalt

Sicherer Baby-Schlaf: Gesundheitsaktion für werdende Eltern

Kreis Minden-Lübbecke, 13.11.2007

 
Sicherer Baby-Schlaf: Gesundheitsaktion für werdende Eltern

Jeden Tag sterben in Deutschland ein bis zwei Babys am Plötzlichen Kindstod. Grund genug für den Kreis Minden-Lübbecke, gemeinsam mit Ärzten, Hebammen und Apotheken die Aktion „Sicherer Schlaf für mein Baby“ auf den Weg zu bringen. Werdende Eltern können sich über Risikofaktoren für den Plötzlichen Kindstod informieren und eine Broschüre bekommen.

Der Kreis Minden-Lübbecke verteilt den Flyer des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zum Thema „Sicherer Schlaf für mein Baby“ an alle Multiplikatoren im Mühlenkreis, unter anderem Hebammen, Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken sowie die Städte und Gemeinden. Dieser Flyer ist im Rahmen der Landesinitiative „Gesundheit von Mutter und Kind“ erstellt und in verschiedene Sprachen übersetzt worden. Er weist auf die wichtigsten Schutzmaßahmen hin, die einen sicheren Schlaf von Säuglingen befördern. Dazu gehören Babyschlafsack, Rückenlage, Durchlüftung des Zimmers, Stillen und Verzicht auf Rauchen.

Aufgrund der aktiven Beteiligung der Apothekerkammer, der Hebammen und der Ärzteschaft gibt es eine breite Unterstützung der Aktion im Kreis Minden-Lübbecke. Werdende Eltern können sich in den teilnehmenden Apotheken über Risikofaktoren des Plötzlichen Kindstodes informieren und erhalten auch den kostenlosen Flyer, der die wichtigsten Fakten zum Thema enthält. Darüber hinaus kann der Flyer in deutscher, türkischer und russischer Sprache auf den Internetseiten des Kreises Minden-Lübbecke heruntergeladen werden (unterwww.minden-luebbecke.de / Gesundheit und Soziales / Gesundheits- und Pflegekonferenz / Downloads).

„Frauen- und Kinderärzte, Hebammen und Apotheken sind in diesem Kontext erste Anlaufstellen, wenn es um Fragen der Gesundheit geht. Der Krankheitsprävention kommt dabei wachsende Bedeutung zu“, betont Dr. Christian Adam, Koordinator der Aktion beim Kreis Minden-Lübbecke. „Wir freuen uns daher sehr“, ergänzt Birgit Borcherding von der Apothekerkammer, „den Kreis Minden-Lübbecke bei der Aufklärungsarbeit zu einem so wichtigen, aber häufig unterschätzten Thema wie den Plötzlichen Kindstod tatkräftig zu unterstützen.“

Der Plötzliche Säuglingstod, auch Plötzlicher Kindstod, Krippentod oder Sudden Infant Death (SID) genannt, gehört zu den häufigsten Todesarten im Säuglingsalter und tritt ohne erkennbare Ursachen in einer unbeobachteten Schlafphase ein. Er betrifft vor allem Säuglinge im ersten Lebensjahr. Tag für Tag sterben in Deutschland ein bis zwei Babys, in NRW müssen pro Woche zwei bis drei Familien den Verlust eines Kindes bewältigen.

„Die Ursachen des Plötzlichen Kindstodes sind noch immer ungeklärt. Bekannt dagegen ist, dass sich das Risiko durch sehr einfache Maßnahmen deutlich verringern lässt: Babys schlafen am sichersten im Schlafsack in Rückenlage und in rauchfreier Umgebung. Wichtig ist, das Kind vor Überwärmung und Überdeckung zu schützen“, so Doris Kreft vom Kreisverband der Hebammen.

Weitere Informationen zum Thema über Dr. Christian Adam beim Kreis Minden-Lübbecke, Telefon 0571/807-2288, Fax 0571/807-32880, E-Mail: c.adam@minden-luebbecke.de oder unter www.minden-luebbecke.de / Gesundheit und Soziales / Gesundheits- und Pflegekonferenz / Downloads). Der Flyer liegt auch im Bürgerservice des Kreises Minden-Lübbecke aus.

nach oben zurück