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Datum: 10.10.2012

Sekundarschule im zweiten Anlauf


Nachdem  zum  Schuljahr  2012/13  das  Vorhaben,  in  Preußisch  Oldendorf eine Sekundarschule zu errichten und damit langfristig die Verschmelzung von Realschule und Hauptschule herbeizuführen, an zwei fehlenden Anmeldungen gescheitert ist, sind Verwaltung und die Fraktionen im Stadtrat einhellig zuversichtlich, dass in diesem Jahr im zweiten Anlauf die Hürde „gepackt“ wird: 75 Anmeldungen.

Preußisch  Oldendorf  sieht  sich  gut  gerüstet,  zumal  das  Schulamt von der Vorarbeit und den Erfahrungen des letzten Jahres profitieren kann.

Außerdem ist die Elterninitiative des letzten Jahres weiter mit  im Boot. Im September fand bereits noch einmal eine Informationsveranstaltung statt, in der das pädagogische Konzept der Sekundarschule überzeugend dargelegt wurde. Im Anschluss wurden die Eltern der Dritt- und Viertklässler angeschrieben und befragt. Der Rücklauf
war sehr positiv, für das dritte Schuljahr sind 103 und für das vierte Schuljahr 87 zustimmende Antworten abgegeben worden. Dies sind natürlich noch keine Anmeldungen, das Anmeldeverfahren wird erst  Anfang kommenden Jahres stattfinden, jedoch sind ein eindeutig po-sitiver Trend und eine gute Stimmung festzustellen.

Die  Sekundarschule  wird  auf  die  Dauer  die  einzige  weiterführende Schule – mit allen Chancen, im Anschluss an die 10. Klasse die gymnasiale Oberstufe bei einem der Kooperationspartner zu besuchen – in Preußisch Oldendorf sein, die Hauptschule kann nicht einzügig überleben. Die Vorteile sind nicht zu übersehen: Wohnortnähe, kleinere überschaubare  Klassen,  individuelle  Förderung  durch  ein  besseres Lehrer-Schüler-Verhältnis, ein Jahr mehr Zeit auf dem Weg zum Abitur, wenn es denn angestrebt wird. Interessant waren dabei die Äußerungen der Schulleiter/-in des Söderblom-Gymnasiums, Frau Seidel, und des Wittekind-Gymnasiums, Herr Sauerländer, die sich im Grunde beide für das Abitur nach 13 Jahren, das G 9, aussprachen, aber mit der Situation der verkürzten Gymnasiallaufbahn nach 8 Jahren mit allen daraus resultierenden Nachteilen leben müssten.

Weitere  Kooperationspartner  der  Sekundarschule  werden  sein  die Gesamtschule  in  Rödinghausen  und  das  Berufskolleg  Lübbecke, sodass hier in noch engerer Abstimmung bereits frühzeitig berufliche Perspektiven aufgezeigt werden können.

Der Schul-, Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss geht einstimmig mit folgendem Empfehlungsbeschluss in die Ratssitzung am 24. Oktober: Die Sekundarschule soll als drei- bis vierzügige Ganztagsschule beantragt werden.

Bis  zum  Anmeldeverfahren  wollen  die  Elterninitiative,  Stadtrat  und Verwaltung  mit  passenden  Argumenten  auf  Elternabenden  und  in Einzelgesprächen  mit  den  betroffenen  Eltern  eifrig  Überzeugungsarbeit  leisten. 

Die  räumlichen  Voraussetzungen  an  der  jetzigen Hauptschule sind bereits hervorragend bzw. ausbaufähig, z. B. Bau einer  größeren  Mensa  für  die  über  Mittag  Verpflegung.  Die  Stadt hat auch schon einiges Geld in die Hand genommen, um die naturwissenschaftlichen Fachräume auf den neuesten Stand zu bringen, nachdem  mit  Hilfe  des  Konjunkturpaketes  II  eine  energetische  Sanierung  des  Gebäudes  vorgenommen  worden  ist.  Die  räumlichen Voraussetzungen  sind  also  nahezu  ideal,  die  Verantwortlichen  ziehen an einem Strang – jetzt müssen nur noch die Eltern wollen und mit der Anmeldung ihrer Kinder „Nägel mit Köpfen“ machen. Preußisch  Oldendorf  ohne  weiterführende  Schule  –  einfach  undenkbar!                                                                                                   

Kommentar von Rainer Höke


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