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Schul-/Klassenschließungen bei Auftreten von Schweinegrippefällen

Kreis Minden-Lübbecke, 04.11.2009


Die Schulleitungen im Kreis Minden-Lübbecke wurden vom Dr. Peter Witte, dem Leiter des Gesundheitsamtes, aktuell informiert. Für das weitere Verhalten gilt der Sachstand von Ende August 2009.

Die Schließung von Klassen oder ganzen Schulen macht aufgrund der inzwischen eingetretenen epidemiologischen Infektionslage keinen Sinn mehr. Während im Juli und August das Ziel war, die Infektion an der Neuen Grippe aus der Bevölkerung möglichst lange herauszuhalten, um rechtzeitig einen Impfstoff entwickeln zu können, ist jetzt davon auszugehen, dass der Erreger in der Bevölkerung weit verbreitet ist. Aus den labordiagnostischen Ergebnissen aus Abstrichen bei Patienten mit grippaler Symptomatik aus der letzten Woche ist bekannt, dass bereits 27 % aller grippalen Infekte in Deutschland durch den H1N1-Erreger ausgelöst werden. Dies bedeutet, dass im Kreis Minden-Lübbecke mehrere Tausend Menschen gegenwärtig, oft mit nur geringer Symptomatik, an Schweinegrippe erkrankt sind. Daher ist durch Schließung von Klassen oder ganzen Schulen keinerlei Effekt mehr auf den Infektionsverlauf zu erwarten.

Kranke bleiben zu Hause, bis sie mindestens einen Tag fieberfrei gewesen sind.

Gesunde Kontaktpersonen, d. h. Eltern und Geschwisterkinder, können weiterhin die Schule besuchen.

Sollten Sondersituationen bestehen oder auftreten, wie z.B. eine anstehende Klassenfahrt, verbunden mit einem hohen Krankenstand in der Klasse, halten die Schulleitungen Rücksprache mit dem Gesundheitsamt.

Ob eine Klasse endgültig geschlossen wird oder nicht, liegt im Ermessen des Schulleiters.

Weitere Informationen zur Grippe erhalten Sie auf den Internetseiten des Kreises Minden-Lübbecke.

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