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Datum: 22.03.2011

Sanierung der Laufbahn an der Hauptschule beginnt

Lübbecke. Nach Abschluss eines umfangreichen Abfallnachweisverfahrens beginnen jetzt die Arbeiten zur Sanierung der Laufbahn an der Hauptschule Lübbecke. Dabei wird auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern eine etwa 15 Zentimeter starke Schicht abgetragen. Das belastete Material wird zur Deponie Emscherbruch in Gelsenkirchen gebracht. Im Anschluss wird eine neue Laufbahn errichtet. Im Rahmen eines Ausschreibungverfahrens erhielt eine auf Tiefbau und Umwelttechnik spezialisierte Firma aus Stemwede den Zuschlag für die Ausführung der Arbeiten.

Die Stadt hatte im Herbst 2010 in Abstimmung mit der Bezirksregierung Detmold von einem Fachbüro aus Bielefeld ein Sanierungskonzept für die Laufbahn ausarbeiten lassen. Dieses ist auch Gegenstand eines entsprechenden Förderantrags, der auf Basis der ermittelten Kosten für die Beseitigung des Kieselrot-Materials in Höhe von 47.000 Euro gestellt wurde. Die Bezirksregierung hat noch zum Ende des letzten Jahres eine Förderung mit 37.600 Euro aus Landesmitteln bewilligt. Das entspricht 80 Prozent der Entsorgungskosten.

Klar ist bereits, dass die Maßnahme höhere Kosten verursachen wird als ursprünglich im Sanierungskonzept des Fachbüros angenommen. Im Vorfeld der jetzt beginnenden Arbeiten vorgenommene Untersuchungen haben auch für den Randbereich zwischen Laufbahn und Turnhalle erhöhte Belastungen ergeben. Damit muss eine zusätzliche Fläche ausgekoffert und mehr belastetes Material entsorgt werden. Aus Gesprächen mit der Bezirksregierung liegen bereits positive Signale vor, für den erhöhten Entsorgungsaufwand weitere Fördermittel bereitzustellen.

Nach Auskofferung der belasteten Schicht beginnt sofort der Aufbau der neuen Laufbahn, um das Areal möglichst kurzfristig wieder für den Schulsport bereitstellen zu können. Sie ist etwa 130 Meter lang und zwischen fünf und 13 Meter breit. Ein Teil der Laufbahn ist Bestandteil einer Weitsprunganlage. Auf eine etwa vier Zentimeter dicke Tragschicht aus Schotter wird eine sechs Zentimeter starke, sogenannte dynamische Schicht aufgebracht. Hierfür wird der aus umweltfreundlichen und naturbelassenen Rohstoffen hergestellte Baustoff Bergolit verwendet. Die Oberfläche der Laufbahn bildet schließlich eine fünf Zentimeter starke Deckschicht aus Natursteinmaterial, dessen Eignung mit einem Prüfzeugnis nachgewiesen ist. Die Kosten für die Herstellung der Laufbahn muss die Stadt als Schulträger übernehmen.

Die Laufbahn des Wittekind-Gymnasiums am Waldsportplatz, für deren Herstellung auch Kieselrot-Material verwendet wurde, lässt die Stadt vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) noch einmal überprüfen. „Die Laufbahn ist bei der letzten Beprobung zwar als unbelastet eingestuft worden, wir wollen hier aber Sicherheit haben“, betont Karin Schulte, Fachbereichsleiterin Bauen.

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