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Datum: 16.10.2024

STARKE PARTNERSCHAFT FÜR EINE SICHERE WASSERVERSORGUNG

WBV „Am Wiehen“ und WBV Kreis Herford-West erweitern ihren Liefervertrag

Mit der Erweiterung ihres Liefervertrags haben der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ und der Wasserbeschaffungsverband Kreis Herford-West ihre enge Partnerschaft rund um die Trinkwasserversorgung noch einmal auf eine neue Basis gestellt: Ergänzend zum bestehenden Liefervertrag vereinbaren die beiden Wasserbeschaffungsverbände (WBV), dass der WBV Kreis Herford-West neben der bisherigen Trinkwassermenge von maximal 2.800 m3 am Tag weitere 700 m3 täglich liefert: Bis zu 530.000 m3 Wasser könnten so jährlich zum WBV „Am Wiehen“ fließen. Der Vertrag ist ein weiterer Baustein für den WBV „Am Wiehen“, die Menschen in Bad Oeynhausen, Hille/Minden, Hüllhorst und Löhne auch in Zeiten des Klimawandels sicher und zuverlässig mit Trinkwasser zu versorgen.

Bereits seit 1979 verbindet den WBV „Am Wiehen“ und den WBV Kreis Herford-West eine enge Partnerschaft. „Heute ist diese Zusammenarbeit ein starkes Zeichen dafür, wie Wasserversorger in Zeiten des Klimawandels und eines steigenden Wasserbedarfs noch enger zusammenrücken“, betont Bernd Poggemöller, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. „Die Sicherstellung einer stabilen und nachhaltigen Trinkwasserversorgung ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit. Mit der Vertragsunterzeichnung unternehmen wir einen wichtigen Schritt, um mit gebündelten Kräften diese Aufgabe langfristig zu erfüllen.“


Der neue Vertrag ermöglicht rückwirkend zum 01. Januar 2024 eine Erweiterung der Trinkwassermengen, die vom WBV Kreis Herford-West geliefert werden: Zu den bereits vereinbarten 300.000 m3 jährlich kommen weitere 230.000 m3 jährlich hinzu. Diese höheren Liefermengen wurden teils schon in diesem Jahr in Anspruch genommen. Denn das Hochwasser an der Weser im Winter 2023/24 machte deutlich, dass nicht nur Dürren, sondern auch Hochwasserereignisse die Wasserversorgung gefährden können. So konnte Mindener Wasser als weiterer Wasserlieferant des WBV „Am Wiehen“ über Monate hinweg kaum Trinkwasser an externe Partner liefern, da das Versorgungsunternehmen selbst mit den Hochwasserfolgen zu kämpfen hatte. „Gerade in solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig starke Netzwerke sind“, meint Bernd Poggemöller. „Durch den erweiterten Vertrag mit dem WBV Kreis Herford-West sind wir in Zukunft noch besser und krisenfester aufgestellt."

Auch Rüdiger Meier, Verbandsvorsteher des WBV Kreis Herford-West hält die gegenseitige Unterstützung heute für wichtiger denn je. „So, wie wir den WBV ‚Am Wiehen‘ mit zusätzlichen Trinkwassermengen unterstützen, haben auch wir mit den Stadtwerken Bielefeld einen starken Partner an unserer Seite“, erklärt er. „Nur gemeinsam können wir uns langfristig den Folgen des Klimawandels anpassen und die Wasserversorgung in der Region stabil aufstellen.“
Und Bernd Dumcke, stellvertretender Verbandsvorsteher des WBV Kreis Herford-West ergänzt: „Natürlich sind solche Verträge nicht nur einseitig ausgelegt – wir denken und handeln über kommunale Grenzen hinweg und unterstützen uns gegenseitig, um den Trinkwasserbedarf in unseren Städten und Gemeinden jederzeit decken zu können, gerade auch, wenn sich eine Notsituation ergeben sollte.“


In den letzten Jahren hat der WBV „Am Wiehen“ viel in die eigene Infrastruktur investiert, um die Wassergewinnung und die -beschaffung beständig zu optimieren. Die Kapazitäten der Trinkwasser-Hochbehälter wurden erweitert, und die eigenen Gewinnungs-, Pump- und Aufbereitungsanlagen des Wasserwerkes Südhemmern werden strategisch aufbereitet und modernisiert. „Wir haben die Grundlage geschaffen, um auf Herausforderungen wie höhere Verbrauchsspitzen während Hitzewellen vorbereitet zu sein“, erklärt Michael Kasche, designierter Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. Doch er sieht den ergänzenden Vertrag auch als eine Chance, die Menschen noch stärker für einen achtsamen, verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser zu sensibilisieren: „Es kann nicht darum gehen, dass immer mehr Wasser verbraucht wird. Vielmehr gilt es, das Trinkwasser bewusst und sparsam einzusetzen. Die intensive Zusammenarbeit mit Partnern in der Region, eine gut aufgestellte Infrastruktur und das Bewusstsein für eine sparsame Verwendung von Trinkwasser sichern die Versorgung für kommende Generationen – auch in Zeiten steigender Anforderungen.“

Der WBV „Am Wiehen“, gegründet 1961, fördert Trinkwasser im Gebiet Hille-Südhemmern und beliefert damit seine vier Verbandsmitglieder: die Stadt Bad Oeynhausen, die Gemeinde Hüllhorst, die Stadt Löhne und den WBV des Amtes Hartum in Hille. Die Bürger*innen erhalten ihr Trinkwasser von ihren Trinkwasserversorgern vor Ort.

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