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Ruhiger Jahresauftakt bei leicht ansteigenden Zahlen

KomJob AöR, 30.01.2006

Der Kreis Minden-Lübbecke, nimmt als eine von 69 Modellkommunen in Deutschland die Leistungsgewährung nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) alleine wahr. D.h. sowohl die Gewährung der Geldleistungen als auch das Betreiben aktiver Arbeitsmarktpolitik, liegen in einer Hand, während andernorts Arbeitsagenturen und Kreise oder kreisfreie Städte so genannte Arbeitsgemeinschaften gebildet haben. Die Städte und Gemeinden des Kreises zeichnen für die Gewährung der Geldleistungen verantwortlich, so dass für die Bürger kurze Wege in ihren jeweiligen Heimatgemeinden gewährleistet sind. Der Kreis selber ist im Bereich der Rechtsabwicklung (Widersprüche und Klagen) sowie der Refinanzierung tätig. Die aktiven Arbeitsmarktkomponenten (Vermittlungen, Aus- und Fortbildungen, Qualifikationen, Arbeitsgelegenheiten u.v.m.) werden von den Fallmanagerinnen und Vermittlern der kreiseigenen Beschäftigungsförderungsgesellschaft, der proArbeit gGmbH ausgeführt. Die proArbeit gGmbH hat in den 6 größeren Städten jeweils Regionalteams eingerichtet und bietet in den anderen Kommunen individuelle Sprechzeiten an, so dass auch hier für den Bürger eines der wesentlichen Ziele, die individuelle Unterstützung vor Ort gewährleistet wird.

Im Januar 2006 erhielten rd. 23.600 Menschen in 11.919 Bedarfsgemeinschaften Leistungen nach dem SGB II. Gegenüber dem Vormonat sind das 2,9 bzw. 3% mehr.

Von Bedarfsgemeinschaften spricht man u.a. bei Familien, allein erziehenden Personen mit Kindern, eheähnlichen Gemeinschaften oder Lebenspartnerschaften, die mit ihren Einkünften füreinander einstehen. Während im Dezember 4.268 Personen im Alter von 15 bis 25 Jahren registriert wurden, waren im Januar 2006 4.416 junge Menschen im Leistungsbezug. Von diesen befanden sich 2.008 in schulischer Ausbildung, gingen einer Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme nach oder waren häuslich (z.B. durch Kindeserziehung) gebunden. Für die aktiven arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der proArbeit standen somit noch 2.408 junge Menschen zur Verfügung. 6.612 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren erhielten ebenso Leistungen nach dem SGB II, wie 12.576 Personen über 25 Jahre.

Insgesamt ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der proArbeit gelungen im Januar mit 698 Arbeitslosengeld II-Empfängern Eingliederungsvereinbarungen zu schließen. In diesen Vereinbarungen werden die Perspektiven für die Integration in den Arbeitsmarkt verbindlich festgelegt. Für 310 Menschen wurden Qualifizierungsangebote geschaffen und 162 Arbeit suchende konnten in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt werden.

"Ein erwartungsgemäß und jahreszeitbedingt ruhiger Auftakt. Der Bund wird seinen Haushalt zwar erst Mitte des Jahres verabschieden, dennoch gibt es relativ verbindliche Anzeichen, dass dem Kreis für das Jahr 2006 mehr Mittel als im Vorjahr zur Verfügung stehen werden, die wir insbesondere der aktiven Arbeitsmarktpolitik der proArbeit gGmbH zur Verfügung stellen werden, so Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender der KomJob AöR, Wilhelm Krömer.

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