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Datum: 17.05.2011

Regionale Partner in der Energiewende - Steffen Kampeter informiert sich in Lübbecke über kommunales Engagement im Bereich alternative Energien

Lübbecke/Berlin. „Eine Neuausrichtung der Energieversorgung gelingt mit Kommunen als regionale Partner und Impulsgeber.“ Worauf der Bundestagsabgeordnete für den Mühlenkreis Steffen Kampeter so hinweist, ist beispielhaft in Lübbecke und bei den Stadtwerke Lübbecke erfahrbar. Seine erste Energie-Woche im Mühlenkreis bot Kampeter nun Gelegenheit, sich eingehend über das kommunale Engagement und den Einsatz von regenerativen und alternativen Energien zu informieren. Wesentlich war Kampeter zu erfahren, welche Maßnahmen zu dauerhaft wirksamen Energieeinsparungen und zur Reduzierung steigender Energiekosten sich als geeignet erweisen. 

Vor diesem Hintergrund steht auch der Beschluss der Stadt Lübbecke, das einstige Blockheizkraftwerk (BHKW) an der Kläranlage durch eine neue, effizientere Anlage zu ersetzen. Mit ihrer Inbetriebnahme – im August 2010 - können nun 25 Prozent mehr Strom erzeugt werden, was eine Steigerung um rund 410.000 Kilowattstunden (kWh) auf 1,9 Millionen kWh pro Jahr ausmacht. „Für uns bedeutet das eine Stromkostenersparnis von 69.000 Euro“, rechnete Bürgermeister Eckhard Witte weiter vor. Der Ertrag der Eigenerzeugung liege so bei rund 320.000 Euro. Kapital- und Betriebskosten betragen jährlich etwa 117.000 Euro, so dass ein wirtschaftlicher Überschuss von rund 203.000 Euro pro Jahr zu erwarten ist, ließ sich Kampeter erklären. „Mit der Betreibung dieser BHKW-Anlage werden erneuerbare Energien erzeugt und effizient genutzt sowie der CO2-Ausstoß bedeutend minimiert“, betonte an dieser Stelle Jochen Kludt, Fachbereichsleiter Bauen der Stadt Lübbecke.

 

 

 
Besuch Kampeter_3 © Stadt Lübbecke

Neben der neuen BHKW-Anlage der Stadt stand im Zentrum des Informationsbesuches die energetische Effizienz der Kläranlage Lübbecke. Gegenwärtig klärt die Anlage das Abwasser von rund 40.000 Einwohnern aus Lübbecke und Pr. Oldendorf. Sie sei so angelegt, dass diese ein Wachstum (auf eine Endgröße von 130.000 EW) der Stadt, der Industrie, des Handwerks und Gewerbes leisten könne. Im Zuge der Erweiterung der Kläranlage investierte die Stadt in die Effizienzsteigerung bei der Verstromung. „In 2010 konnten wir in Bezug zur Leistung der Altanlage Stromkosten in Höhe von 227.000 Euro einsparen“, so Witte. Gemeinsam funktionieren Kläranlage und BHKW wie ein energetisches Kreislaufsystem: Das gewonnene Klärgas (1,2 Millionen Kubikmeter pro Jahr) dient als Energieträger dem BHKW. Das erzeugt neben elektrischer Energie auch Abwärme. Die wiederum zur Beheizung der Faulbehälter in der Kläranlage genutzt wird, um die Temperatur von 40 Grad konstant zu halten.

Die Stadtwerke Lübbecke können auf 111 Jahre Erfahrung in der kommunalen Energie- und Wasserversorgung zurückblicken. Als Stromversorger und Netzbetreiber sind sie seit 2005 in Lübbecke verantwortlich. „Die Stadtwerke verfolgen dabei eine Doppelstrategie“, erklärte Geschäftsführer Rolf Hagelstang vor Ort: Als kommunaler Energieversorger werde gezielt in umweltschonende, dezentrale Erzeugung investiert. So soll eine preisgünstige und umweltbewusste Energieversorgung sichergestellt sein. Als Netzbetreiber investiert die Netzgesellschaft der Stadtwerke gezielt in moderne Technik und baut Netzkapazitäten aus.

Auch damit sind die technischen Voraussetzungen für eine Energiewende in Lübbecke geschaffen – so lautete das gemeinsame Resümee auf dieser Station der ersten Energie-Woche im Mühlenkreis von Steffen Kampeter.

Quelle: Büro Steffen Kampeter MdB

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