Positives Signal für die Mitarbeiter im Amt proArbeit
Minden-Lübbecke, 27.10.2009
Positives Signal für die Mitarbeiter im Amt proArbeit
Landrat begrüßt Koalitionsvereinbarung zur Optionskommune
Gemäß dem am Wochenende verabschiedeten Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP sollen die bestehenden Optionskommunen ihre Aufgabe unbefristet wahrnehmen können. Damit hat die Politik die Weichen gestellt für das Gesetzgebungsverfahren. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes proArbeit im Kreis Minden-Lübbecke sieht Landrat Dr. Ralf Niermann ein deutlich positives Signal. Im Sinne der Beschäftigten erwartet er auch, dass die notwendigen gesetzgeberischen Schritte nun zügig folgen.
Der Kreis Minden-Lübbecke gehört zu den 69 sogenannten Optionskommunen, in denen für die Bezieher des Arbeitslosengeldes II ausschließlich Städte oder Landkreise zuständig sind und nicht Bundesagentur für Arbeit und Kommunen gemeinsam. Bisher ist das Optionsmodell befristet auf sechs Jahre, also bis 31. Dezember 2010.
"Wir im Kreis Minden-Lübbecke haben sehr gute Erfahrungen mit der Optionskommune gemacht," sagt Dr. Niermann. "Unsere kommunale Stärke ist, dass wir unser regionales Netzwerk und die vor Ort vorhandenen Ressourcen gezielt einbinden und einsetzen können, zum Beispiel aus der Jugendhilfe, aus der Schul- und Bildungsarbeit und aus der Wirtschaftsförderung."
Langzeitarbeitslose brauchen andere Unterstützung als kurzfristig Arbeitslose. Sie haben es aus vielen Gründen schwerer, sich wieder in das Erwerbsleben einzufinden. Als Optionskommune kann der Kreis Minden-Lübbecke die Integration in den Arbeitsmarkt mit sozialen Hilfestellungen - zum Beispiel Schuldner- oder Suchtberatung, psychosoziale Beratungen oder intensive Bewerbungstrainings - verknüpfen. Außerdem orientieren sich die Vermittlungsstrategien an den Arbeitgebern hier vor Ort.