Nur eingeschränkter Winterdienst möglich
Derzeit gibt es einen allgemeinen Lieferengpass für Streusalz. Davon ist auch der Kreis Minden-Lübbecke betroffen und kann aus diesem Grund aktuell nur noch einen eingeschränkten Winterdienst gewährleisten. Die Streufahrzeuge sind gezwungen mit reduzierter Streusalzmenge zu arbeiten. Derzeit sind insgesamt noch ca. 510 Tonnen für den Kreis in der Bestellung offen. Normalerweise beträgt die Lieferzeit 2 bis 3 Tage, aktuell beträgt sie 12 bis 14 Tage. Aufgrund der derzeitigen Lage werden die Radwege des Kreises nur noch geräumt und nicht mehr abgestreut. „Wir können nur dazu aufrufen, möglichst umsichtig und rücksichtsvoll zu fahren. In der Priorität werden natürlich zuerst die Autobahnmeistereien und Straßenmeistereien des Landesbetrieb Straßen NRW, zuständig für die Bundes-, und Landesstraßen, beliefert, so dass wir als Kreis nur Teilmengen der bestellen Gesamtmenge erhalten und deshalb den Winterdienst nicht in der gewöhnten Qualität erbringen können“, sagte der Leiter des Kreisstraßenmeistereien, Harald Bloem.
Nach unseren Informationen kann nur noch ausgeliefert werden, was täglich aus dem Bergwerk kommt, weil die Vorräte aufgebraucht sind. Die tägliche Bestellmenge aller Betriebe pro Tag liegt deutlich über der täglichen Fördermenge. Eine vergleichbare Situation gab es zuletzt im Winter 2010/2011. Preisanfragen bei anderen Lieferanten brachten keinen Erfolg, da die Qualität des Streusalzes nicht gewährleistet werden konnte und der Preis pro Tonne deutlich über dem marktüblichen Preis lag.