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Datum: 04.05.2012

Neuer Beitrag des Stadtarchivars: Das Lübbecker Notgeld

Lübbecke. Der Erste Weltkrieg hinterließ in Deutschland eine ruinierte Wirtschaft. Die Geldentwertung wurde jeden Tag spürbarer. Eine Inflation von bisher unbekanntem Ausmaß begann der Wirtschaft zuzusetzen, und nicht nur ihr. Das tägliche Leben wurde zu einem Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Die Zahlen auf dem Papiergeld mit den immer wieder nachgesetzten Nullen ließen nichts Gutes ahnen. Das tägliche Geschäft scheiterte vor allem am Kleingeld. Plötzlich waren Briefmarken ein gängiges Zahlungsmittel.

Der Vorstand der städtischen Sparkasse Lübbecke teilte am 15. Mai 1920 der Stadtverwaltung mit, dass sie im Begriff sei, Ersatzwertscheine, auch Notgeld genannt, herauszugeben. Das Geldgeschäft wurde an eine hauseigene Bank abgegeben, an die im April 1921 gegründete Stadtbank.

Es war eine aus der Not heraus geborene Maßnahme, wie sie in vielen anderen deutschen Städten und Gemeinden bereits praktiziert wurde, um die lokale Wirtschaft nicht im Chaos versinken zu lassen. Die Stadtverordneten beschlossen im August 1920 die Ausgabe von Notgeld. Voraussetzung war die Genehmigung der Regierung Minden. Zur Absicherung ordnete der Regierungspräsident die Sperrung städtischer Wertpapiere an. Die Stadt haftete also mit einem Teil ihres Vermögens. Nachdem die Formalien erledigt waren, erhielt die ortsansässige Druckerei Werneburg den Auftrag, das gewünschte Notgeld zu drucken. Am 3. Juli 1920, einem Wochenende, gab die Stadtverwaltung die ersten Stücke aus, 50-Pfennig-Gutscheine ...

Den vollständigen Artikel des Stadtarchivars Helmut Hüffmann können Sie hier nachlesen.

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