Neuer Arbeitsagentur-Chef zum Antrittsbesuch im Kreishaus
Kreis Minden-Lübbecke, 17.01.2008
Neuer Arbeitsagentur-Chef zum Antrittsbesuch im Kreishaus
Seinen Antrittbesuch beim Kreis Minden-Lübbecke hat jetzt Dr. Armin Barthel gemacht. Der neue Chef der Herforder Agentur für Arbeit sprach mit Landrat Dr. Ralf Niermann, Sozialdezernent Hans-Joerg Deichholz und Klaus Eichenkamp von der kreiseigenen proArbeit gGmbH über die Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt, die Zusammenarbeit zwischen Arbeitsagentur und Kreis und die geplante Qualifizierungsoffensive für Jugendliche.
Dr. Armin Barthel ist seit November 2007 Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Herford. Den Arbeitsmarkt in Ostwestfalen-Lippe kennt Dr. Barthel seit langem, da er vor seiner Berufung nach Herford unter anderem Mitglied der Geschäftsführung bei der Agentur für Arbeit in Bielefeld war.
Die Herforder Agentur betreut alle Arbeitslosengeld-I-Empfänger im Mühlenkreis. Im Dezember 2007 waren das 3.322, fast 2.000 weniger als zu Beginn des Jahres 2007. Eine erfreuliche Zahl, da waren sich Dr. Barthel und Landrat Dr. Niermann einig. Doch es gibt noch viel zu tun, damit wirklich alle Arbeit Suchenden im Mühlenkreis eine Chance bekommen und ihr Leben langfristig ohne staatliche Unterstützung bestreiten können.
Eine problematische Gruppe sind nach wie vor arbeitslose Jugendliche. Die Bundesregierung will eine Qualifizierungsoffensive starten, um mehr Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen zu schaffen. „Ich hoffe, dass auch die Jugendlichen im Mühlenkreis davon profitieren“, betont Landrat Dr. Ralf Niermann. Der Kreis engagiert sich auf diesem Gebiet seit Jahren im Verein Zukunft Ausbildung im Mühlenkreis e. V. (ZAM) und bildet natürlich auch selbst in verschiedenen Berufsfeldern aus.
Zudem betreut Minden-Lübbecke als Optionskreis alle so genannten Hartz-IV-Empfänger komplett in Eigenregie. „Wir wollen beweisen, dass wir als Kreis diese Aufgabe kompetent, bürgernah und effizient bewältigen können“, betont der Landrat, der das bis 2010 befristete Optionsmodell gern darüber hinaus fortsetzen möchte. 7.285 Arbeit Suchende waren in diesem Bereich im Dezember 2007 registriert, ihre Zahl sank gegenüber dem Jahresbeginn 2007 nur um 132.
Der Kreis Minden-Lübbecke und die Agentur für Arbeit wollen weiterhin eng zusammenarbeiten, um möglichst gute Ergebnisse für die Arbeit Suchenden in der Region zu erzielen. Dabei dürfte ihnen die derzeit positive Arbeitsmarkt-Tendenz entgegenkommen. So stieg die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten im Bereich Minden laut Statistik der Agentur für Arbeit von 48.165 im März 2006 auf 50.124 im März 2007 (plus 4,1 Prozent), in Lübbecke im gleichen Zeitraum von 35.069 auf 36.164 (plus 3,1 Prozent).