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Neue Schulpsychologin für den Kreis Minden-Lübbecke und Bielefeld

Kreis Minden-Lübbecke, 11.09.2006

 
Die Bielefelderin Sevinç Sunar ist Diplom Psychologin und seit dem 5. September die neue Schulpsychologin für den Kreis Minden-Lübbecke. Die Stelle war zuletzt unbesetzt, nachdem ihr Amtsvorgänger im Februar dieses Jahres pensioniert worden ist. Sevinç Sunar wird sowohl Ansprechpartnerin für alle Schulen im gesamten Mühlenkreis als auch in Bielefeld sein.

Der zuständige Dezernent der Bezirksregierung in Detmold, Heinz Kriete, betont, dass es erfreulich sei, "dass die Wiederbesetzung der Stelle so schnell möglich geworden ist" und dass man mit der Zusammenlegung der Einsatzbereiche Bielefeld und Minden-Lübbecke sowohl dem geforderten Stellenabbau genügt, zugleich aber auch ein deutliches Zeichen für den Erhalt der Schulpsychologischen Dienste vor Ort gesetzt habe.

Kreisdirektorin Cornelia Schöder unterstreicht: "wir sind sehr froh, wieder eine Schulpsychologin des Landes im Kreis Minden-Lübbecke zu haben. Der Beratungsbedarf ist groß in der Region."

Auch Sevinç Sunar sieht ihren zwei Wirkungsgebieten positiv entgegen. "Die Aufteilung des Einsatzgebiets erfordert eine gute Organisation und Kreativität in der Umsetzung der Arbeitsabläufe. Ich denke, dass die Arbeit davon profitieren kann. Man wird so gehalten, effizient und effektiv zu handeln."

Die 39-Jährige hat Erfahrungen mit der Zuständigkeit für inhaltlich und räumlich weite Arbeitsfelder. Sie war bereits in verschiedenen Erziehungsberatungsstellen und in der Psychiatrie tätig. Sie hat kontinuierlich Seminare und Workshops u.a. zum Thema "interkulturelle Kompetenzen" angeboten.

Heinz Kriete, Dezernent der Bezirksregierung in Detmold, ist erfreut über die kompetente und persönlich aufgeschlossene Besetzung für die Stelle der Schulpsychologin. "Frau Sunar verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz auf einem weitreichenden Gebiet verschiedener Beratungstätigkeiten für Kinder und Jugendliche. Wir sind uns sicher, dass sie die Themen der Schulen sensibel erkennen und pragmatische aber auch auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Hilfestellungen geben können wird."

Auch dass Frau Sunar einen Migrationshintergrund hat, sehen alle Beteiligten als besonders günstig für die Erfüllung der Tätigkeiten im Rahmen des Schulpsychologischen Dienstes an, die sie oft auf Fragen rund um Integrationsprobleme ausländischer Jugendlicher stoßen wird.

Die türkischstämmige Deutsche hebt hervor, dass es bei interkultureller Kompetenz auf einen hohen Reflexiongrad ankomme. "Selbst einen Migrationshintergrund zu haben, reicht alleine nicht aus. Wichtig ist, dass man sich kontinuierlich damit auseinandersetzt, was das für einen in diversen Situationen bedeutet, um daraus Rückschlüsse für die Arbeit mit Jugendlichen ziehen zu können."

Es ist ein Herzensanliegen der neuen Schulpsychologin für den Kreis Minden-Lübbecke und die Stadt Bielefeld, effektive Prävention zu betreiben: "Die Situation an den Schulen ist wesentlich komplexer geworden, deshalb müssen wir auch die Lösung der Probleme vielschichtig angehen, damit auch Jugendliche mit auf vielen Ebenen schwierigen Voraussetzungen eine Chance haben, die Herausforderung eines geordneten Schulalltags zu meistern und damit Zugang zu einem selbstbestimmten, erfolgreichen Leben in der Gesellschaft zu bekommen."

Frau Sunar hat ihr Büro im Schulamt des Kreises in der ersten Etage des Gebäudes der Kreisverwaltung.

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