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Neue Regelungen für Rinderhalter im Mühlenkreis

Minden-Lübbecke, 20.10.2009


NRW treibt die BHV1- und BVD-Sanierung voran

Neue Regelungen für Rinderhalter im Mühlenkreis

Nordrhein-Westfalen intensiviert die Bekämpfung des BHV1 (Bovines Herpesvirus 1) und BVD (Bovine Virus-Diarrhoe). Daraus ergeben sich eine Reihe neuer Regelungen für Rinderhalter. Zur BHV1-Bekämpfung gehören drei Maßnahmen: die Reagentenkennzeichnung mit zusätzlichen roten Ohrmarken, die Gesamtbestandsimpfung in Beständen, in denen BHV1-Reagenten vorhanden sind, und Weideverbot ab dem 1. Januar 2010 für nicht BHV1-freie Rinder. Zu den Regelungen gibt es zahlreiche Ausnahmen, die in jedem Fall mit dem betreuenden Hoftierarzt besprochen werden sollten.

Als weitere verpflichtende Sanierungsmaßnahme müssen Rinderhalter ab dem 1. Januar 2011 alle neugeborenen Kälber und alle zu verbringenden Rinder auf BVD (Bovine Virus-Diarrhoe) untersuchen lassen. Bei der BVD handelt es sich um eine Viruserkrankung, die zu schwerwiegenden Fruchtbarkeitsstörungen und Durchfallerscheinungen in Bestand führen kann.

Das Veterinäramt empfiehlt, dass schon jetzt alle Rinderhalter, die Zuchttiere im Bestand haben (auch Kombibetriebe), in die BVD-Bekämpfung einsteigen. Dazu hat NRW ein freiwilliges Leitlinienverfahren aufgelegt. Wer die flankierenden Beihilfemaßnahmen der Tierseuchenkasse in Anspruch nehmen möchte, muss diesem Verfahren bis spätestens 1. April 2010 beigetreten sein. Dazu gehört unter anderem die Übernahme der Laborkosten. Um die Beitrittsmodalitäten und die bestandsbezogenen Fragen zur Sanierung besprechen zu können, ist in jedem Fall zuvor Kontakt mit dem Veterinäramt unter der Rufnummer 0571/807-2362 aufzunehmen.

Betriebe, die sich dem Leitlinienverfahren nicht angeschlossen haben, müssen die ab dem 1. Januar 2011 durch die Sanierung entstehenden Mehrkosten wie Laborkosten selbst tragen.

Zu beiden Verfahren sind aktuelle Merkblätter und weitere Hinweise im Internet unter www.minden-luebbecke.de unter der Rubrik „Tiere & Lebensmittel/Tierseuchenbekämpfung“ abrufbar.

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