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Neue Chancen durch Arbeit für den Naturschutz - Kreis plant nach Auszeichnung neue Projekte

Kreis Minden-Lübbecke, 25.03.2009


Neue Chancen für Langzeitarbeitslose und andere Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt schwer vermittelbar sind, bietet die Zusammenarbeit des Kreises Minden-Lübbecke mit der euwatec gGmbH. Gleichzeitig profitiert der Naturschutz. Umweltamt und Bau- und Vermessungsbetrieb planen unter der Leitung von Jürgen Striet, Baudezernent des Kreises, weitere Projekte im Natur- und Umweltschutz. Sie geben Langzeitarbeitslosen mit der Arbeit in den Projekten eine Chance auf sinnvolle, gesellschaftliche Teilhabe. Für die bisherige gute Zusammenarbeit ist Striet jetzt mit einer Urkunde des Europäischen Verbandes Beruflicher Bildungsträger (EVBB) ausgezeichnet worden.

Im vergangenen Jahr würdigte der EVBB bereits das gemeinsame Projekt Lehmfluss II auf seiner Jahreskonferenz mit dem Preis „DIE EUROPA“. "Ohne das engagierte Projektmanagement der Führungskräfte im Kreis Minden-Lübbecke würde uns die pragmatische Arbeit im Natur- und Umweltschutz nicht gelingen" sagte Guido von Fürstenberg, Regionalleiter der euwatec gGmbH.

Das Projekt „Lehmfluss II“ wird derzeit durch ein weiteres mehrjähriges Naturschutzprojekt in Hille fortgesetzt. Hier arbeiten durch die unterschiedlichsten persönlicher Probleme bedingt besonders schwer vermittelbare Erwachsene. Durch die Beschäftigung im Naturschutzbereich leisten sie eine wichtige und wertvolle Arbeit, die es ihnen gleichzeitig möglich macht, ihre Probleme zu bewältigen und einen Weg zurück in die Gesellschaft zu finden.

In den vergangenen Jahren arbeiteten 20 Langzeitarbeitslose Menschen über 50 im Naturschutz und im landwirtschaftlichen Bereich. Getragen wurde dieses Projekt maßgeblich vom Kreis Minden-Lübbecke, Bau- und Vermessungsbetrieb, AML und proArbeit des Kreises und der Gemeinde Hille. Die Beteiligten sind überzeugt, dass gerade die über 50-jährigen Arbeitslosen leistungsfähige und vor allem erfahrene und verantwortungsbewusste Mitarbeiter sind. Die euwatec bietet den Mitarbeitern in den Projekten stabile Rahmenbedingungen und verlangt, dass sie sich in ihrer Arbeit einsetzen. Die sozialen Kompetenzen im Arbeitsbereich werden gefördert – insbesondere Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein im Naturschutz, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und anderen Arbeitsgebieten.

Der Preis wurde gestiftet von der Adalbert Kitsche Stiftung, benannt nach dem langjährigen EVBB-Präsidenten und jetzigen Ehrenpräsidenten Dr. Adalbert Kitsche. Jedes Jahr bewerben sich zahlreiche Betreiber von beruflichen Bildungsprojekten für benachteiligte Gruppen der Gesellschaft.

Der EVBB wurde 1992 gegründet und vereint unter seinem Dach 45 freie und gemeinnützige Bildungsträger aus 21 europäischen Staaten, die derzeit mehr als 1500 Bildungsstätten mit rund 25000 fest angestellten Mitarbeitern unterhalten. Seine Mitglieder und Mitgliedsverbände betreiben Projekte in inzwischen über 45 Staaten, auch über die Grenzen der Europäischen Union hinaus, so in der Ukraine, Russland, Ägypten, China, Israel und Palästina. Sie erreichen mit ihren Projekten etwa 2,5 Millionen Menschen und erwirtschaften mit ihrer Bildungsarbeit einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. Euro.

„Die Europa“ ist eine in Bronze gegossene, geflügelte Frauenstatue mit dem Kopf einer Friedenstaube, die auf dem europäischen Teil einer stilisierten Erdkugel mit der Prägung „EUROPA TERRRA NOSTRA“ (Europa unser Land, unsere Heimat) steht. Geschaffen wurde Sie vom Künstler Ladislav Dryak und soll die Idee von einem Frieden schaffenden freiheitlichen Europa bildhaft darstellen.

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