Mitgliederversammlung des Bündnisses ländlicher Raum
Kreis Minden-Lübbecke, 20.05.2008
Mitgliederversammlung des Bündnisses ländlicher Raum
40 Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet sind zur Mitgliederversammlung des Bündnisses ländlicher Raum im Mühlenkreis e.V. in die Alte Schule nach Minden-Meißen gekommen. Nach der nicht erfolgreichen Bewerbung des Mühlenkreises für die neue Förderperiode des EU-Programms LEADER von 2007 bis 2013 informierten Vorstand und Geschäftsführung die Mitglieder über die zukünftige Arbeit des Vereins.
„Jetzt erst recht!“, lautete der Appell des 1. Vorsitzenden, Landrat Dr. Ralf Niermann, an die Mitglieder, sich für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung des ländlichen Raums auch weiterhin zu engagieren. Als sogenannte „ILEK-Region“ bestehen im Mühlenkreis auch weiterhin gute Fördermöglichkeiten für Projekte und Maßnahmen der ländlichen Entwicklung über das NRW-Programm Ländlicher Raum.
Über dieses Programm können und sollen zahlreiche Projektideen des Entwicklungskonzepts umgesetzt und gefördert werden. „Unsere Geschäftsstelle berät und unterstützt weiterhin Projektträger bei der Antragstellung von Förderanträgen und der Entwicklung und Umsetzung von Projekten“, beschrieb Geschäftsführer Hartmut Heinen eine Aufgabe der Geschäftsstelle des Vereins.
Im Bericht der Geschäftsführung wurde über die Arbeit des vergangenen Jahres berichtet und ein Ausblick auf die zukünftige Arbeit gegeben. „Neben der Projektberatung sind Informationsveranstaltungen wie zuletzt zu den Themen „Neue Medien“ und „Demografische Entwicklung“ wichtiger Bestandteil unserer Vereinsarbeit“, erläuterte der stellvertretende Geschäftsführer Rainer Riemenschneider.
Bei den Wahlen zum Vorstand wurden 14 der bisherigen 15 Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern wiedergewählt. 1. Vorsitzender ist Landrat Dr. Ralf Niermann, stellvertretende Vorsitzende Luise Lahrmann aus Stemwede-Niedermehnen. Neu in den Vorstand gewählt wurde Birgit Breder, Leiterin des Familienzentrums „Arche“ in Hüllhorst-Oberbauerschaft und Mitglied im Arbeitskreis „Generationen“ in Oberbauerschaft.
Harald Pohlmann vom gastgebenden Verein „ProMeißen e.V.“ stellte den Teilnehmern die umgenutzte Meißener Dorfschule vor. Nach der Einstellung des Schulbetriebs im letzten Sommer hat der Verein ein Nutzungskonzept entwickelt, dass auf drei Säulen basiert:
die wirtschaftliche Nutzung - Teile der Räumlichkeiten sind an fünf Gewerbebetriebe, unter anderem eine Ergotherapie-Praxis, eine Fahrschule und ein Grafik-Büro, verpachtet - sorgt für die erforderlichen Einnahmen zur Gebäudeunterhaltung;
die kulturelle Nutzung durch die Meißener Vereine bietet diesen einen Ort für ihre Vereinstätigkeiten und erfüllt somit die Funktion eines dörflichen Zentrums;
die sportliche Nutzung in der Sporthalle und auf dem Sportplatz ermöglicht den örtlichen Sportvereinen weiterhin vor Ort die Ausübung ihrer Sportarten.
Der Verein „Pro Meißen e.V.“ übernahm 2007 die Schulgebäude von der Stadt Minden und betreibt diese in Eigenregie. 15 ehrenamtliche Helfer haben in über 4.000 Arbeitsstunden die Umbau- und Renovierungsarbeiten hauptsächlich durchgeführt. Inzwischen haben die gewerblichen Mieter ihre Räume bezogen und die Meißener Vereine ihre Tätigkeiten in die Schule verlagert. Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für das Zusammenspiel von ehrenamtlichen dörflichen Akteuren mit der Kommune sowie der heimische Wirtschaft.
Das Projekt „Alte Schule Meißen“ war ein Leitprojekt des regionalen Entwicklungskonzepts des Bündnisses ländlicher Raum im Mühlenkreis e.V. Vor diesem Hintergrund bot sich die Durchführung der Mitgliederversammlung in der Schule in Meißen an.