Minden-Lübbecker Landrat unterstützt Seenotretter
Kreis Minden-Lübbecke, 14.11.2007
Dr. Ralf Niermann führt eine lange und wichtige Tradition weiter: Der Landrat des Kreises Minden-Lübbecke hat den Ehrenvorsitz des Bezirksverbandes Minden der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von seinem Vorgänger Wilhelm Krömer übernommen. „Die DGzRS hilft Menschen in Not und finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Darum ist es für mich klar, diese gute Sache zu unterstützen“, betont Dr. Niermann.
Die Minden-Lübbecker Landräte und Oberkreisdirektoren setzen sich gemeinsam mit engagierten Bürgern seit vielen Jahren für das Seenotrettungswerk ein und werben um Spenden. Und das offensichtlich erfolgreich. Ein sichtbares Zeichen für die enge Verbindung zwischen Minden-Lübbecke und der DGzRS ist seit 1985 in der Nordsee unterwegs. Die Gesellschaft hat ihren auf Sylt stationierten Seenotrettungskreuzer zum Dank für die langjährige Unterstützung auf den Namen „Minden“ getauft.
Der hiesige Bezirksverband betreut die bekannten Sammelschiffchen der DGzRS, organisiert Spendenaktionen und informiert über die Arbeit der Seenotretter. Spenden sind willkommen und können auf das Konto Nummer 400 186 81 bei der Sparkasse Minden-Lübbecke, Bankleitzahl 490 501 01, eingezahlt werden.
Die Verbindung zwischen dem Kreis Minden-Lübbecke und der DGzRS hat eine lange Tradition. Seit 1873 gibt es in Minden eine Vertretung, die Spenden für das Seenotrettungswerk sammelt. Die Nähe zu den Seenotrettern hatte jahrzehntelang neben ideellen auch praktische Gründe: Vor allem aus dem Gebiet der heutigen Stadt Petershagen fuhren viele Männer als Heringsfänger zur See und wussten darum nur zu gut, wie gefährlich die Arbeit auf dem Meer ist. Bis heute erinnern die Seemannsvereine und das Heringsfängermuseum in Heimsen an die enge Beziehung der Weserdörfer zur Nordsee.
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger betreibt heute über 60 Rettungskreuzer und Rettungsboote in der Nord- und Ostsee. Die Einsätze werden rund um die Uhr von der Seenotleitstelle MRCC in Bremen koordiniert. Finanziert wird die teils hauptamtliche, teils freiwillige Arbeit der Rettungskräfte ausschließlich durch Spenden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.dgzrs.de.