MILK-Kita: Gesundheitsförderung für Kinder
Seit Sommer dieses Jahres bietet der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) im Gesundheitsamt des Kreises ein neues Konzept für die Gesundheitsförderung von Kindern in einigen Kitas an. In den sogennanten MILK-Kitas erhalten Vierjährige einen Hör- und einen Sehtest, der Impfausweis wird kontrolliert, sie werden gewogen und gemessen und von einer Kinderärztin untersucht. Die Eltern werden vor Ort umfassend zu den Ergebnissen beraten und bei der Umsetzung organisatorisch durch die Mitarbeiter*innen des KJGDs unterstützt. Damit soll die Zeit bis zur Einschulung genutzt werden, um die Zahl der unversorgten Kinder bei der Einschuluntersuchung zwei Jahre später zu reduzieren.
Hintergrund ist, dass in Deutschland die Chancen auf ein gesundes Aufwachsen ungleich verteilt sind. Gerade Kinder und Jugendliche sind am häufigsten von Armut bedroht oder leben in wiederkehrenden Armutslagen. Neben anderen bestimmen vor allem soziale Einflussfaktoren, wie die Einkommenslage und der Berufsstatus der Eltern, die Bildungsmöglichkeiten des Kindes sowie die Wohn- und Umweltbedingungen die Gesundheit eines Kindes oder Jugendlichen (WHO, 2004). Doch auch das Geschlecht, die ethnische Herkunft, das Alter, das Wohnumfeld oder eine Behinderung sind wichtige Dimensionen im Zusammenhang des gesundheitlichen Outcomes junger Menschen (WHO, 2012.) Um der gesundheitlichen Ungleichheit bei Kindern und Jugendlichen zu begegnen, stellen Maßnahmen der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung eine entscheidende Strategie dar.
Genau an dieser Stelle setzen die MILK-Kitas im Kreis Minden-Lübbecke an, um möglichst vielen Kindern einen gesunden und gut versorgten Start ins Schulleben zu ermöglichen.
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Hintergrund
Weitere Informationen zu sozialen Einflussfaktoren mit Blick auf Gesundheit und Chancengleichheit finden Sie hier https://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/ |
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