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Datum: 12.08.2025

Mühlenkreiskliniken stellen Planungen für Krankenhaus in Espelkamp vor

Informationsveranstaltung mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Hebammen stößt auf großes Interesse

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung auf Einladung der Stadt Espelkamp haben die Mühlenkreiskliniken (MKK) die aktuellen Planungen für das neue Klinikum Lübbecker Land in Espelkamp vorgestellt. Dr. Ansgar Hörtemöller, Geschäftsführender Direktor des Krankenhauses Lübbecke, und Pflegedirektorin Urte Abbate präsentierten gemeinsam die architektonische Konzeption, das medizinische Leistungsspektrum und die strukturellen Eckdaten des Neubaus. Eingeladen waren niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus Espelkamp und Umgebung  sowie die in der Region tätigen Hebammen – denn ein zentrales Element des neuen Hauses wird auch eine moderne Geburtsstation sein.

Bürgermeister Dr. Henning Vieker unterstrich in seiner Begrüßung die Bedeutung des Klinikneubaus für die Stadt Espelkamp: „Die medizinische Versorgung vor Ort ist ein zentrales Anliegen für unsere Bürgerinnen und Bürger. Mit dem geplanten Neubau gewinnen wir nicht nur moderne medizinische Infrastruktur, sondern auch Vertrauen in die Zukunft der Gesundheitsversorgung in unserer Stadt.“


Neues Klinikum mit 400 Betten und klarem Versorgungsschwerpunkt

Geplant ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 200 Betten sowie eine Klinik der universitären Maximalversorgung für Psychiatrie und Psychosomatik mit ebenfalls 200 Betten. Vorgesehen sind unter anderem die Fachabteilungen der Inneren Medizin mit Kardiologie, Pneumologie und Gastroenterologie, eine Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Geriatrie sowie eine Gynäkologie inklusive einer Geburtshilfe mit Kreißsälen und Wochenbettstation. Ergänzt wird das medizinische Angebot durch eine Notaufnahme mit moderner Diagnostik sowie eine geriatrische und eine psychiatrische Tagesklinik.

Die architektonische Planung sieht einen barrierearmen Neubau vor, der in vier miteinander verbundenen Atriumbauten konzipiert ist: Kurze Wege für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende, Tageslicht in den Stationen und eine funktionale Anordnung der medizinischen Einheiten stehen im Vordergrund. Die geplante Bauweise ermöglicht einen flexiblen Betrieb und bietet zugleich Raum für zukünftige Entwicklungen.

Die Planungen befinden sich aktuell in der Vorentwurfsplanung nach HOAI3. Diese muss Ende des Jahres 2025 abgeschlossen und beim Gesundheitsministerium eingereicht werden. Der Förderbescheid über bis zu 178 Mio. Euro wird im ersten Halbjahr 2026 erwartet. Anschließend kann der Kreistag über den finalen Baubeschluss entscheiden.     

Positive Resonanz aus der Ärzteschaft und Hebammenschaft

Die 20 Teilnehmenden der Veranstaltung zeigten sich sichtlich beeindruckt vom Fortschritt der Planungen. Neben der medizinischen Ausrichtung stieß insbesondere die geplante Geburtsstation auf positive Resonanz bei den Hebammen. Viele äußerten ihre Erleichterung darüber, dass werdenden Eltern im Lübbecker Land auch künftig ein wohnortnahes geburtshilfliches Angebot zur Verfügung stehen soll.

Angesichts der in den letzten Monaten erfolgten Schließungen der Krankenhäuser in Rahden und Ostercappeln wurde deutlich, wie groß der Bedarf für eine wohnortnahe stationäre Versorgung im Nordkreis ist. Das neue Krankenhaus wird damit nicht nur eine Lücke in der regionalen Infrastruktur schließen, sondern auch zur langfristigen Sicherung der Gesundheitsversorgung im Lübbecker Land  und Umgebung beitragen.

Enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten geplant

Dr. Hörtemöller und Urte Abbate betonten, wie wichtig die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung sei. „Wir möchten frühzeitig in den Dialog mit der niedergelassenen Ärzteschaft treten und diesen Austausch auch über den heutigen Abend hinaus verstetigen“, so Hörtemöller. Auch aus der Ärzteschaft kam der Wunsch nach einer engen Kooperation, insbesondere mit Blick auf Überleitungsprozesse, gemeinsame Versorgungsmodelle und sektorenübergreifende Versorgungspfade.

Foto: Dr. Ansgar Hörtemöller (l.) und Urte Abbate (4.v.l.) stellten die Planungen für das neue Krankenhaus vor.

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