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Datum: 22.12.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zum Jahresende 2020 blicken wir auf ein in vielen Dingen sicher besonderes Jahr zurück. Einige von uns hatten am Anfang dieses Jahres schon etwas vom Coronavirus gehört und es, ähnlich wie die Vogelgrippe oder die Schweinepest aus vergangenen Jahren, als beherrschbar eingestuft um dann wieder zum Alltag über zu gehen. Doch dann erreichten uns immer dramatischere Bilder von überfüllten Intensivstationen und stetig steigenden Infektionszahlen im europäischen Ausland. Kurz darauf stieg auch in unserem Land die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen an, sodass sich die Bundesregierung zu Gegenmaßnahmen in ungeahntem Ausmaß entschied. Schulen und Kindertagestätten schlossen, um der Ausbreitung der Krankheit Einhalt zu gebieten. Dies stellte aber viele Familien vor riesige Herausforderungen, musste doch die Kinderbetreuung über eine lange Zeit mit den vielfältigen beruflichen und privaten Belangen in Einklang gebracht werden. Von allen Seiten war ein hohes Maß an Kreativität und Flexibilität nötig, um diese schwierige Situation zu überstehen. So war das Homeschooling plötzlich in aller Munde und Schülerinnen und Schüler nutzten mit den Lehrkräften digitale Medien, um Unterricht online zu gestalten. 

Klar traten in dieser Zeit die Vorzüge des ländlichen Raums hervor. Der Freiraum, den unsere Stadt zu bieten hat, ermöglichte trotz der Beschränkung einige gute Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Auch war in unserer Stadt eine Welle der Hilfsbereitschaft spürbar, sei es bei der Unterstützung von besonders gefährdeten Menschen bei den täglichen Besorgungen oder auch bei der Kinderbetreuung. Hier konnte über das städtische Portal „10 stehen zusammen“ gegen Corona viele positive Dinge bewegt werden. Aber auch die Schließung von weiten Teilen des Handels und der Gastronomie sorgten für weitere Einschnitte. Viele Feiern mussten abgesagt oder verschoben werden. Zu Ostern keine großen Feiern mit der Familie und selbst die Gottesdienste wurden eingestellt und nur in den Medien übertragen.Trotz einiger Lockerungen, die die sinkenden Infektionszahlen ermöglichten, konnten größere Veranstaltungen wie unser Stadtfest oder auch die Jubiläumsfeiern der Löschgruppe Schröttinghausen, des SuS Holzhausen oder des SV Eininghausen-Börninghausen nicht mehr retten, sodass wir uns hoffentlich im kommenden Jahr darauf freuen dürfen. 

Der Sommer brachte eine Entspannung der Lage, auch wenn von Normalität noch nicht die Rede war. Bei vielen von uns fiel der Sommerurlaub aus oder musste umgebucht werden. Nutzungsbeschränkungen und Hygieneregeln wurden Alltag, und die Alltagmaske wurde unser stetiger Begleiter. Unter diesen Bedingungen fand im September die Kommunalwahl statt und durch eine Mandatsaufstockung wurden sechsunddreißig Ratsmitglieder als Vertreterinnen und Vertreter der Stadt gewählt. Zeitglich wurde ich als Bürgermeister unserer Stadt wiedergewählt und ich möchte mich an dieser Stelle nochmal herzlich für das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken. 

Nun zum Jahresende sind die Infektionszahlen leider wieder dramatisch angestiegen. Dieser besorgniserregenden Entwicklung begegnet die Bundesregierung wiederum mit Kontaktbeschränkungen, Schließung des Schulbetriebes und der Kindergärten, Ausgangssperren und Schließung der Gastronomie und Hotellerie, die ja besonders unsere Stadt als touristisches Reiseziel schwer trifft. Dennoch sinken die Infektionszahlen noch nicht, sodass alles davon abhängt, wie diszipliniert wir uns an die Empfehlungen und Vorgaben halten. Denn eins ist klar, mit den Abstands- und Hygieneregeln schützen wir uns und andere Menschen, die uns am Herzen liegen. Nur so können wir die Pandemie zurückdrängen und hoffentlich im Jahr 2021, nach der Zulassung eines wirksamen Impfstoffes oder einer Therapie, wieder etwas mehr Alltag wagen. 

Für die kommenden Feiertage und auch über den Jahresbeginn hinaus heißt es aber nochmals äußerste Vorsicht üben. Trotz all dieser Einschränkungen und wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Jahreswechsel. Bis dahin und auf ein hoffentlich glückliches aber vor allem gesundes Wiedersehen in 2021 grüßt Sie alle herzlich 

Marko Steiner  

 

 

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