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Lesung "Folgen sexueller Gewalt" am 17. November um 20 Uhr im alten Amtsgericht

Lübbecke. Eine ungewöhnliche Lesung aus einem ungewöhnlichen Buch – deshalb ungewöhnlich, weil hier eine Frau, die als Kind und Jugendliche selbst Opfer sexueller Gewalt wurde, jetzt zusammen mit ihrem Mann die Folgen, aber auch die Möglichkeiten der Überwindung aufzeigt. Auch der Therapeut von Frau Rachut wird anwesend sein. Diese Lesung mit Diskussion wird organisiert  von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Lübbecke Frau Angelika Lüters-Wobker.
 
Gedacht ist die Veranstaltung sowohl für Betroffene sexueller Gewalt, als auch für ihre Helferinnen und Helfer. Gemeint sind damit Partnerinnen und Partner, Freundinnen, Freunde und professionelle Helfer. Ellen und Siegfried Rachut geben in ihrem Buch allgemeine Informationen, aber auch Tipps zum Umgang mit dem Trauma und zu seiner Bewältigung. Gleichzeitig schildern sie ihren eigenen Weg zur Überwindung der Folgen sexueller Gewalt.
 
Im 1. Teil „Verstehen lernen“ geht es um Erkenntnisse zum Trauma und um seine Folgen für Körper und Seele der Betroffenen, für die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Sexualität. Der 2. Teil beschäftigt sich ausschließlich mit Hilfen für Helferinnen und Helfer. Hier beschreibt Siegfried Rachut seinen persönlichen Weg der Therapiebegleitung und gibt praktische Anregungen, einen eigenen Weg der Hilfe zu suchen und zu finden.
 
Nicht sexueller Missbrauch sei das Tabu, sondern das Sprechen darüber, sagen Ellen und Siegfried Rachut. Deshalb soll bei dieser Veranstaltung der Diskussion und den Fragen des Publikums ein entsprechender Raum gegeben werden. Auch der Therapeut von Ellen Rachut wird sich bei dieser Diskussion mit einbringen.
 
Ein Tabu erzeugt Unsicherheiten. Hier Abhilfe zu schaffen und Mut zu gemeinsamen Gesprächen zu machen ist dabei das Ziel. Gerade weil die beiden Autoren sich selbst durch dieses Tabu gekämpft haben, können sie auch authentisch dazu Stellung nehmen.

Weitere Informationen unter www.rachut.de

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