Bildungsmonitor 2022 erschienen - Themenspezial Lehrkräftemangel
Am 12. Mai veröffentlichte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erstellten neuen Bildungsmonitor 2022 mit dem Themenspezial Lehrkräftemangel. Im Schuljahr 2030/2031 werden der Studie zufolge in Deutschland 59.000 vollzeitbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer fehlen. Prof. Dr. Axel Plünnecke (IW) weist auf die besonderen Probleme bei der Stellenbesetzung in den MINT-Fächern hin.
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„Die gute Nachricht ist: die Lehrerkollegien in Deutschland sind im letzten Jahrzehnt deutlich jünger geworden. Eine große Verrentungs- und Pensionierungswelle steht daher in den kommenden Jahren nicht zu befürchten. Dennoch steht uns, durch steigende Geburtenzahlen und verstärkt durch gesellschaftliche und bildungspolitische Entwicklungen, ein massiver Lehrkräftemangel bevor, Tendenz steigend. Die MINT-Fächer trifft dies in besonderem Maße und das ist fatal, denn: wenn Kinder und Jugendliche in den Schulen nicht an die MINT-Disziplinen herangeführt werden, werden sie später mit höherer Wahrscheinlichkeit keinen Beruf in diesem Bereich für sich in Betracht ziehen. Der Fachkräftemangel wird durch den Lehrkräftemangel an Schulen verstärkt.“, so Edith Wolf, Sprecherin des Nationalen MINT Forums Vorständin der Vector-Stiftung.
Der Fachkräftemangel wird durch den Lehrkräftemangel an Schulen verstärkt.
„Die Zahlen der Lehrkräftelücke sind alarmierend, selbst wenn man das günstigste Szenario annimmt. Es müssen in den nächsten Jahren viel mehr junge talentierte Menschen als heute für den Lehrerberuf gewonnen werden – mit besonderem Fokus auf das MINT-Lehramt. [...] Die Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, besonders für die zukunftweisenden Berufe der MINT-Disziplinen, muss ein echter pull-Faktor für Lehramtsanwärter werden!“ kommentiert Dr. Ekkehard Winter, Sprecher des Nationalen MINT Forums und Geschäftsfüher der Deutschen Telekom Stiftung. (Lesen Sie den ganzen Kommentar hier.)
Das Nationale MINT-Forum ist ein Zusammenschluss von über 30 in der MINT-Bildung engagierte Institutionen wie Stiftungen und Wirtschaftsverbände, Wissenschaftseinrichtungen und weitere zivilgesellschaftliche Akteur. Lösungsideen für den Lehr- und Fachkräftemangel liegen Ihnen am Herzen. (Mehr Informationen im Positionspapier MINT-Personal und im Impulspapier MINT-Bildung im Ganztag.)
| Die Vergleichsstudie „Bildungsmonitor“ wird seit 2004 vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt. In die jährlich erscheinende Vergleichsstudie werden 93 Indikatoren einbezogen, anhand derer die Bildungssysteme der 16 Bundesländer verglichen werden. |
Quelle Bild: Pixabay