Landrat besucht Schule Rodenbeck
Kreis Minden-Lübbecke, 06.07.2009
"Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken, ihnen über die Beziehungsarbeit Halt und Orientierung zu geben und gemeinsam mit ihnen eine schulische und berufsorientierende Perspektive zu entwickeln", so Schulleiter Karl Schuurmanns. Er begrüßte Landrat Dr. Ralf Niermann und Kreisdirektorin Cornelia Schöder in der Förderschule Rodenbeck des Kreises Minden-Lübbecke.
Landrat und Kreisdirektorin sprachen mit der Schulleitung über schulpolitische Themen und Entwicklungen. Im Anschluss besichtigten sie die Räumlichkeiten und das Außengeländer der Förderschule Rodenbeck, die als Schwerpunkt die emotionale und soziale Entwicklung fördert. 10 Lehrerinnen und Lehrer betreuen derzeit 51 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-8 nach ihren individuellen Möglichkeiten in Klassen von zur Zeit 12 Schülern. Darüber hinaus betreuen die Lehrkräfte noch einzelne Schülerinnen und Schüler an den umliegenden Schulen der Sekundarstufe I. Hierzu gehören unter anderem die Hauptschule Minden Süd, Hauptschule Todtenhausen aber auch die Gesamtschule in Hille.
Die Schule Rodenbeck ist ein differenziertes Fördersystem der Sekundarstufe I, in dem Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischen Bedarf mit Entwicklungsbedürfnissen im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung gefördert werden. Wesentliche Bausteine bei der Arbeit der Lehrkräfte sind Prävention, Beratung, Diagnostik und Unterricht. Träger der Schule ist der Kreis Minden-Lübbecke. Der Einzugsbereich der Schule Rodenbeck umfasst das Kreisgebiet Minden-Lübbecke mit Ausnahme der Kommunen Porta Westfalica, Bad Oeynhausen, Petershagen sowie der rechten Weserseite der Stadt Minden. Diese Bereiche werden von der Lutherschule in Porta Westfalica-Kleinenbremen übernommen.
Die Schule befindet sich momentan im vierten Jahr ihrer Aufbauphase. Zu Beginn des neuen Schuljahres 2009/2010 gibt es erstmals eine Klasse 9, die dann nicht mehr an der Stammschule in Rodenbeck, sondern in einem neue gestalteten Schultrakt auf dem Gelände der AGW (Ausbildungsgemeinschaft der Wirtschaft Minden-Lübbecke e.V.) in Minden beschult wird. Der neue Schultrakt wird in den Sommerferien für die Schulnutzung abschließend fertig gestellt. Die neuen Räume beherbergen zukünftig als zweiter Standort der Förderschule die Klassen 9 und 10.
Durch die Kooperation mit der AGW sind Werkstätten und Fachpersonal vorhanden um eine vernünftige und gute Berufsorientierung für die Jugendlichen sicherzustellen. 12 Schülerinnen und Schüler werden hier mit Beginn des neuen Schuljahrs erstmals unterrichtet. Ihnen wird damit die Möglichkeit eröffnet, die Förderschule mit dem Hauptschulabschluss zu verlassen.
Der Unterricht der Förderschule Rodenbeck orientiert sich an den Richtlinien und Lehrplänen des Schulministeriums NRW. Außerdem lernen die Schülerinnen und Schüler in den Klassen, in Projekten und in Arbeitsgemeinschaften ihr Verhalten zu steuern, miteinander zu kooperieren und gemeinsam etwas zu erreichen.
Zur Förderschule Rodenbeck gehört außerdem noch die Schulstation in Stemwede. Einem Kooperationsmodell des Kreises mit der Stiftung Heilpädagogisches Kinderhaus gGmbH in Stemwede. Hierbei handelt es sich um eine Einrichtung für Kinder, die nicht in Rodenbeck gefördert werden können. In einer Jahrgangsübergreifende Lerngruppe werden zur Zeit 6 Kinder von einer Lehrkraft und zwei Pädagogischen Fachkräften unterrichtet.
Die Schule Rodenbeck bildet seit Februar 2009 zusammen mit den zwei anderen Förderschulen des Kreises Minden-Lübbecke, der Schule Eickhorst und der Schule Mindenerwald in Hille, sowie der Martinsschule in Espelkamp ein sonderpädagogisches Kompetenzzentrum für den Bereich Espelkamp, Rahden und Stemwede. Hier findete eine integrative und inklusive Beschulung statt. Das heißt, die Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischen Förderbedarf verbleiben so lange wie möglich an ihrer Regelschule und werden dort von Lehrern der Förderschulen stundenweise betreut. Ziel hierbei ist es, die Schüler in ihrem sozialen Umfeld zu belassen.