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Landrat besucht IMA Klessmann in Lübbecke

Minden-Lübbecke, 03.08.2010

"Fest verwurzelt und weit verzweigt"

Landrat besucht IMA Klessmann in Lübbecke

An einer Reihe Unikate schritten die Besucher des Kreises Minden-Lübbecke vorbei in den großen Werkshallen der Firma IMA Klessmann Holzbearbeitungssysteme in Lübbecke. Dort stehen Maschinen und Produktionsanlagen zur Herstellung von Möbeln. "Wir sehen uns als Problemlöser," sagte Geschäftsführer Rüdiger Schliekmann. Die kundenspezifisch konfigurierten Maschinen sind speziell auf die Wünsche des jeweiligen Auftraggebers zugeschnitten - 80 Prozent sind Industriekunden, 20 Prozent kommen aus dem Handwerk. Landrat Dr. Ralf Niermann und Wirtschaftsförderer Oliver Gubela sprachen mit Rüdiger Schliekmann, Frank Bösch (Betriebsleiter DLT / Handling), Reinhard Spilker (Personalleitung / Leitung Organisation und IT) und Jörg Böhnke (Leitung Materialwirtschaft, Einkauf, Fertigung und Logistik) über Aus- und Weiterbildung, die aktuelle Wirtschaftslage, aber auch über die vergangene Krise.
Insgesamt beschäftigt IMA 800 Mitarbeiter in 60 Ländern, die sich um 18.000 feste Kunden kümmern. Dennoch ist und bleibt Lübbecke Hauptsitz der Firma. "Wir sind fest verwurzelt und weit verzweigt", bekundet Schliekmann seine regionale Verbundenheit. Im kommenden Jahr feiert IMA 60-jähriges Bestehen, davon ist das Unternehmen 50 Jahre in Lübbecke. Aus- und Weiterbildung ist für den Kreis ebenso wie für IMA ein wichtiges Thema. Dr. Niermann wies auf den Ausbau der Fachhochschule Bielefeld am Standort Minden hin: "Dort wird es in Zukunft auch einen Studiengang Maschinenbau geben." Kürzlich war Dr. Niermann bereits bei IMA, weil dort eine Vorstandssitzung des Vereins Zukunft Ausbildung im Mühlenkreis (ZAM) stattfand. Reinhard Spilker von IMA ist Vorstandsmitglied des ZAM. IMA hat eine Ausbildungsquote von über zehn Prozent. 
Seit diesem Jahr blickt IMA wieder etwas zuversichtlich in die Zukunft. Ende 2008 begann die Krise, im Januar 2009 kam die Kurzarbeits-Regelung. "Dadurch konnten wir weitestgehend Kündigungen vermeiden," so Schliekmann. Während der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) in der Krise einen Auftragsrückgang von 52 Prozent für die Mitgliedsfirmen verzeichnen musste, war der Rückgang bei IMA mit 25 Prozent verhaltener. "Dass wir ohne betriebsbedingte Kündigungen durch die Krise gekommen sind, haben wir der Kurzarbeit und der guten Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat zu verdanken," so Schliekmann. "Und jetzt, wo sich die Lage wieder bessert, können wir gleich wieder voll durchstarten." Zehn Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr kann die IMA-Gruppe inzwischen verzeichnen. Vor allem der asiatische Markt ist für IMA ein Wachstumsbereich. Seit zwei Jahren hat das weltweit tätige Unternehmen eine Vertriebsgesellschaft in China.
Die weltweite Verzweigung ermöglicht IMA einen besonderen Dienstleistungsservice: Weil das Unternehmen in allen Zeitzonen der Welt tätig ist, ist die hauseigene Service-Hotline 24-Stunden erreichbar. "Wenn der Mitarbeiter in Lübbecke Feierabend macht, gibt er weiter an einen Kollegen in den USA bzw. Singapur," erklärt Schliekmann. "Für den Kunden macht das keinen Unterschied. Und sollte eine telefonische Beratung nicht reichen, hat hier immer ein Mitarbeiter Bereitschaftsdienst. Der wird dann informiert und kann zum Beispiel ein Ersatzteil zum Kunden bringen."
Damit der Standort Minden-Lübbecke attraktiv bleibt für Unternehmen, ihre Innovationen und ihre Nachwuchskräfte, wolle man auch in Zukunft in Kontakt bleiben, waren sich die Beteiligten einig.

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