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Landrat Wilhelm Krömer verabschiedet

Kreis Minden-Lübbecke, 02.05.2007

  
Landrat Wilhelm Krömer verabschiedet

Sein 68. Geburtstag am Montag bedeutete für Wilhelm Krömer den letzten Arbeitstag im Mindener Kreishaus. Der Landrat des Kreises Minden-Lübbecke hat die Altersgrenze erreicht und ist offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Krömer sprudle über vor Ideen, könne Menschen motivieren und mitnehmen, habe sich nie von Problemen und Bedenken beeindrucken lassen, würdigte Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers das Geburtstagskind: "Er hat versucht, jedem Menschen gerecht zu werden, manchmal über die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit hinaus."

Neben dem Ministerpräsidenten waren fast 500 Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kammern, Verbänden, Gewerkschaften, Sozialwesen, Kirche und Gesellschaft zur offiziellen Verabschiedung des Landrats gekommen. Die Feier fand in einem Zelt auf dem Gelände des Neubaus des Mindener Johannes Wesling Klinikums statt. Dieses Großprojekt hat Wilhelm Krömer als Landrat mit auf den Weg gebracht.

Der erste stellvertretende Landrat Alfred Raschke würdigte Krömer als einen Menschen, dem die Bürger des Mühlenkreises Vertrauen geschenkt hätten: "Das hast Du Dir mit beispiellosem Engagement erworben und bewahrt, aber auch mit Verständnis und Treue. Und vor allem damit, dass Du mit den Füßen auf der Erde, also einer von uns geblieben bist." Beharrlich, offen, herzlich und erfrischend spitzbübig habe Krömer seinen politischen Weg verfolgt, dabei immer standhaft, fair und respektvoll. Dank zollte Raschke auch der Familie, die oft zurückstehen musste.

Der Steinfurter Landrat Thomas Kubendorff als Präsident des nordrhein-westfälischen Landkreistages lobte Wilhelm Krömers Engagement auf Landesebene, wo er mit seinem breiten Erfahrungsschatz, viel Elan und einem gutem politischen Riecher viele Akzente gesetzt habe. Dass der Minden-Lübbecker Landrat auch über die Staatsgrenzen hinausblickte, verdeutlichte das Grußwort von Dr. Heinz Pansi, Bezirkshauptmann des österreichischen Partnerbezirks Hermagor. Für Krömer sei es selbstverständlich, die "Vision des völkerverbindenden Gedankens" stets im Blick zu behalten.

Der Hiller Bürgermeister Reinhard Jasper stellte Krömers Engagement für den Kreis und seine Kommunen, sein "Gespür für das Notwendige und politisch Machbare" heraus: "Du hinterlässt eine große Lücke." Mehrere Redner drückten den Wunsch aus, dass Wilhelm Krömer sich auch künftig mit seiner Tatkraft, seiner Erfahrung und seinen Kontakten für den Mühlenkreis einsetzen möge. Für seine Offenheit gegenüber kirchlichen Belangen dankte Superintendent Jürgen Tiemann dem Landrat.

Ehe der scheidende Landrat selbst seine Amtszeit beleuchtete und seinen Weggefährten dankte, verabschiedete Kreisdirektorin Cornelia Schöder ihn offiziell. Er habe sich für Serviceorientierung, Bürokratieabbau und sozial Schwache eingesetzt. "Wilhelm Krömers Stärke ist seine Überzeugungskraft, er hat sich von Pessimisten und Bedenkenträgern wenig beeinflussen und erst recht nicht aufhalten lassen." Im Kreishaus habe er für "positive Unruhe" gesorgt.

Wilhelm Krömer ist 1939 in Minden geboren worden und lebt in Petershagen. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Von 1969 bis 1973 war er Bürgermeister der damaligen Gemeinde Jössen, bis 1994 dann der Stadt Petershagen. Zehn Jahre lang arbeitete er als Landtagsabgeordneter, ehe die Bürger ihn 1999 zum ersten hauptamtlichen Landrat des Kreises Minden-Lübbecke wählten.

Am 13. Mai wird der neue Landrat des Kreises Minden-Lübbecke gewählt, die etwaige Stichwahl ist für den 27. Mai vorgesehen. In der Zwischenzeit leitet Kreisdirektorin Cornelia Schöder als allgemeine Vertreterin des Landrats die Kreisverwaltung.

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