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Kurz nachgefragt - Bildung entdecken

Mona Schnoor, Projektleiterin im Kulturmakerspace, im Interview mit dem Bildungsbüro.

Kreatives Machen trifft traditionelles Handwerk – wie funktioniert das im Projekt „Kulturmakerspace“ und warum ist das für die Region spannend?

Im Kulturmakerspace sehen wir Kultur und Handwerk als eine Einheit, denn Handwerk ermöglicht Kultur und umgekehrt. Das kann ganz praktisch aussehen: etwa durch die Fertigung von Leinwänden und der anschließenden künstlerischen Gestaltung. Menschen können im Kulturmakerspace Dinge ausprobieren und zwar ohne Leistungsdruck. Sie können Kompetenzen erwerben, die sowohl kreativ als auch beruflich relevant sind. Das stärkt ein Stück weit regionale Identität, da wir durch die vielfältigen Aktionen lokale Netzwerke fördern und vernetzen.

Was steht aktuell im Mittelpunkt im Kulturmakerspace und wen sprecht ihr an?

Aktuell liegt unser Fokus stark auf Workshops und offenen Mitmachformaten. Dabei geht es weniger um fertige Produkte, sondern vielmehr um das gemeinsame Ausprobieren, Lernen und Experimentieren. Unsere Erfahrungen zeigen: Das Angebot wird altersübergreifend genutzt. Zwar sprechen wir gezielt junge Menschen an, aber tatsächlich entsteht eine sehr bunte Mischung – von Jugendlichen über Familien bis hin zu älteren Teilnehmenden. Gerade diese Mischung ist ein großer Gewinn, weil hier Wissen in beide Richtungen weitergegeben wird: Digitale Kompetenzen treffen auf handwerkliche und künstlerische Erfahrung.

Zwei Kreise, ein Projekt – was bedeutet die Zusammenarbeit der Kreise Minden-Lübbecke und Herford konkret?

In der Praxis heißt das vor allem: mehr Perspektiven, mehr Reichweite und mehr Möglichkeiten. Wir arbeiten mit unterschiedlichen Akteur*innen zusammen – von Bildungseinrichtungen über Kulturakteur*innen bis hin zu Handwerksbetrieben. Dadurch entstehen vielfältige Angebote und Kooperationen, die ein einzelner Kreis so kaum abbilden könnte. Auch für die Teilnehmenden ergeben sich Vorteile: Sie profitieren von einem größeren Netzwerk, neuen Orten und einer größeren Bandbreite an Themen und Formaten.

Der Maker-Bus – was ist das und für wen ist er gedacht?

Der Maker-Bus ist im Prinzip eine mobile Werkstatt, Atelier und Veranstaltungsort auf Rädern. Er bringt Werkzeuge, Materialien und kreative Angebote direkt zu den Menschen – zum Beispiel an Schulen, auf Veranstaltungen oder in kleinere Orte, die sonst schwer erreichbar wären. Damit erreichen wir gezielt Menschen, die nicht von selbst zu uns kommen würden. Zudem können wir so Materialien oder Werkzeuge an Orte bringen, die diese sonst nicht vorhalten können. Der Bus ist also besonders interessant für Schulen, Jugendgruppen oder Vereine im ländlichen Raum. Unser Ziel ist es, Neugier zu wecken und erste Zugänge zu kreativem und technischem Arbeiten zu ermöglichen.

Was begeistert euch persönlich am meisten?

Wenn Menschen merken: „Ich kann das ja!“, dieser Moment, in dem etwas Eigenes entsteht und Selbstvertrauen wächst. Aber auch die Situationen, in denen unterschiedliche Generationen zusammenkommen und voneinander lernen. Genau diese Begegnungen machen das Projekt so wertvoll.

Zur Person:

Mona Schnoor
ist seit Anfang des Jahres 2026 die Projektleitung im Kulturmakerspace. Als studierte Kulturpädagogin und Kulturmanagerin koordiniert sie die Aktionen rund um das Projekt und ist Ansprechpartnerin für Fragen aller Art.


Weitere Ansprechpersonen im Kulturmakerspace sind:

Daniela Daus ist seit 2023 Kulturkoordinatorin beim Kreis Minden-Lübbecke. Sie kommt aus dem kulturwissenschaftlichen sowie sozialpädagogischen Bereich. Mit ihrer vielfältiger Praxiserfahrung in den Bereichen Außenwirtschaftsförderung, Ehrenamtskoordination und in der Kultur steuert sie für das Projekt relevante Aspekte bei. 

   

Niklas Bengtsson ist seit 2023 Kulturkoordinator beim Kreis Herford und bringt mit dem Studium der Kultur- und Medienvermittlung und einem abgeschlossenen Volontariat in der Pressestelle des Kreises Herford wichtige Kompetenzen im Bereich der Neuen Medien in das Projekt ein. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kulturmakerspace.

Das Interview führte Alessandra Kröger aus der Arbeitsgruppe "Kommunale Koordinierung und Bildung".



Quelle Bild 1: Pixabay
Quelle Bild 2: Mona Schnoor
Quelle Bild 3: Daniela Daus
Quelle Bild 4: Niklas Bengtsson

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