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Kurs für pflegende Angehörige

Kreis Minden-Lübbecke, 14.08.2008

    
Kurs für pflegende Angehörige
Informationen und Entlastungsmöglichkeiten

Rund 8.000 Menschen im Kreis Minden-Lübbecke sind pflegebedürftig. Etwa 5.000 von ihnen werden zu Hause von Angehörigen versorgt. Es sind dabei mehrheitlich, jedoch nicht ausschließlich, Frauen, die in Privathaushalten pflegen.
Tag für Tag sind häuslich Pflegende mit ihrer ganzen körperlichen und seelischen Kraft für ihre Angehörigen im Einsatz - eine Situation, die der pflegenden Person oft sehr viel abverlangt und sie immer mehr an die Grenzen ihrer eigenen Belastbarkeit stoßen lässt, so dass im Einzelfall auch kritische Pflegesituationen entstehen können.

Um pflegende Angehörige in ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen und die häusliche Pflege für alle Beteiligten zu verbessern, haben der Kreis Minden-Lübbecke, Pflegeberatungsstellen, frauenunterstützende Einrichtungen, ambulante Pflegedienste und Wohlfahrtsverbände eine Kursreihe konzipiert. Der erste Durchlauf dieser Kursreihe startet im Oktober 2008 mit finanzieller Unterstützung der Vereinigten IKK und ist für die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer kostenlos. Der Kurs findet in den Räumen der Caritas in Minden statt.

Unter der Überschrift „Damit Pflege nicht zur Qual wird…“ können Interessierte ab Mitte Oktober an insgesamt 10 Abenden ihre Kenntnisse im pflegerischen Bereich vertiefen, erfahren, wie sie ihr familiäres Umfeld der veränderten Lage anpassen können und erhalten Informationen über spezielle Krankheiten im Alter, den Umgang mit Medikamenten, rechtliche Grundlagen, Finanzierungsmöglichkeiten und Anlaufstellen im Kreis Minden-Lübbecke. Ziel ist, die häusliche Pflege zu verbessern und den Pflegenden Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Burnout-Effekte bei den Angehörigen sollen so möglichst verhindert oder zumindest abgemildert werden.

Auch das Gespräch und der Austausch mit anderen Betroffenen sollen an den 10 Abenden nicht zu kurz kommen. Überdies sollen pflegende Angehörige ermutigt werden, sich selbst und ihre Bedürfnisse wichtig zu nehmen und auf sinnvolle Angebote zurückzugreifen, die sie in ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Und das, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Im Rahmen der Kursreihe sollen so Perspektiven für eine Versorgung zu Hause entwickelt werden, die sowohl die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen als auch die der Angehörigen berücksichtigen.

Nähere Informationen bei:

Kreis Minden-Lübbecke
Gleichstellungsstelle und Sozialamt

Andrea Strulik
Gleichstellungsbeauftragte
Tel.: (0571) 807-2109, E-Mail: a.strulik@minden-luebbecke.de
Klaus Marschall
Koordinator für Behinderten- u. Seniorenbelange
Tel.: (0571) 807-2287, E-Mail: k.marschall@minden-luebbecke.de

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