Kreisleitstelle probt gemeinsam mit den Feuerwehren den Ernstfall
Gemeinsame Übung anhand eines Unwetter-Szenarios mit vielen Einsätzen
Gesteuert aus der Kreisleitstelle im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Hille (FTZ) ist gemeinsam mit den Feuerwehren im Kreis Minden-Lübbecke eine so genannte Flächeneinsatzlage geprobt worden. Als Szenario wurde ein Unwetter mit vielen sturm- und regenbedingten Einsätzen gewählt.
Kolleginnen und Kollegen haben einen ganzen Tag lang mehr als 500 Notrufe für die Disponenten der Kreisleitstelle simuliert und eingespielt. Dabei ging es um vollgelaufene Keller sowie Äste auf Straßen oder Hausdächern quer durch das gesamte Kreisgebiet. Von der Kreisleitstelle aus wurden die angenommen Einsätze über das Einsatzleitsystem weiter zu den örtlichen Einsatzleitungen der Feuerwehren überstellt. Das System für das Überstellen der Einsätze war zentraler Punkt der Übung und hat gut funktioniert. Alle simulierten Einsätze konnten fehlerfrei überstellt werden, so dass sie im Ernstfall hätten abgearbeitet werden können.
Zum Hintergrund der Übung: Im „Normalfall“ übernimmt die Leitstelle die komplette Disposition und Alarmierung der Feuerwehreinheiten - nach Vorgaben der einzelnen Feuerwehren. Kommt es, wie im angenommenen Szenario, aber zu sehr vielen Notrufen gleichzeitig, lassen sich die Einsätze nicht mehr durch die Leitstelle im vorgegebenen Rahmen abwickeln. Da die Einsatzleitung für Feuerwehreinsätze jeweils bei den Kommunen liegt, werden in diesem Fall die Einsätze durch die Kreisleitstelle angenommen, erfasst und an die örtlichen Einsatzleitungen weitergegeben, damit sie von dort abgearbeitet werden.
Die Feuerwehr aus Hille hatte für die Übung ihre örtliche Einsatzleitung in das FTZ verlegt. Zum Teil waren zusätzlich auch Feuerwehrgerätehäuser besetzt wie in Bad Oeynhausen. Die Feuerwehr dort hatte ca. 60 Einsatzkräfte in Gerätehäusern, um Statusmeldungen über die Funkgeräte der eingesetzten Fahrzeuge abzugeben.
„Wir haben alle Feuerwehren mit eingebunden. Es ist ganz wichtig, dass wir die Zusammenarbeit für solche Großeinsatzlagen trainieren“, sagt Gregor Preußer als Leiter der Kreisleitstelle und zeigt sich mit dem Ablauf der Übung zufrieden. „Mein Dank gilt da allen Einsatzkräften – in der Kreisleitstelle sowie bei den örtlichen Feuerwehren – sowie den Kolleginnen und Kollegen, die die Notrufe mit uns simuliert haben.“
Hier die Anzahl der simulierten Einsatzmeldungen für die Übung aufgeschlüsselt nach Stadt bzw. Gemeinde:
Oeynhausen - 41
Espelkamp- 46
Hille – 50
Minden – 51
Lübbecke – 47
Hüllhorst – 40
Petershagen – 49
Porta Westfalica – 42
Preußisch Oldendorf – 43
Rahden – 44
Stemwede – 45