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Datum: 25.03.2026

Kreis Minden-Lübbecke und die Städte Minden, Bad Oeynhausen und Porta Westfalica nutzen Beraterförderung für nächsten Schritt beim Glasfaserausbau

Der Ausbau einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur im Kreis Minden-Lübbecke schreitet weiter voran. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Gebiete im Kreisgebiet mit Glasfaser erschlossen wurden, bereiten der Kreis sowie die Städte Minden, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen nun die nächsten Schritte vor.

Hierzu wollen die drei Kommunen gemeinsam einen Antrag auf Beraterförderung nach der Gigabit-Richtlinie 2.0 stellen. Ziel dieser Förderung ist es, Kommunen bei der Vorbereitung möglicher Förderverfahren für den Glasfaserausbau durch fachliche Beratung zu unterstützen.

Durch den gemeinsamen Antrag können insgesamt 150.000 Euro Fördermittel eingeworben werden. Die für juristische sowie technische und planerische Beratungsleistungen eingesetzt werden können. Diese Unterstützung ermöglicht es den Kommunen, fundierte Entscheidungsgrundlagen für die weiteren Schritte im Glasfaserausbau zu schaffen.

Die Beratungsleistungen werden parallel zu den weiteren Schritten ausgeschrieben, sodass das ausgewählte Unternehmen am Ende der Markterkundung die Ergebnisse auswerten und mit validen Zahlen hinterlegen kann.  

Branchendialog als erster Schritt

Aktuell befinden sich die beteiligten Kommunen im sogenannten Branchendialog. In diesem Format treten Städte und Kreis frühzeitig mit Telekommunikationsunternehmen in den Austausch. Ziel ist es, geplante Ausbauaktivitäten der Unternehmen kennenzulernen, Informationen über vorhandene Infrastrukturen auszutauschen und mögliche eigenwirtschaftliche Ausbauperspektiven zu identifizieren.

Der Branchendialog dient damit als wichtige Vorstufe, um ein möglichst vollständiges Bild der aktuellen und geplanten Ausbauaktivitäten im Kreisgebiet zu erhalten.

Markterkundungsverfahren schafft Transparenz

Im Anschluss an den Branchendialog folgt das Markterkundungsverfahren. Dabei werden alle Telekommunikationsunternehmen offiziell aufgefordert mitzuteilen, ob sie innerhalb eines bestimmten Zeitraums eigenwirtschaftlich Glasfaserinfrastruktur in den betroffenen Gebieten ausbauen möchten.

Dieses Verfahren ist ein zentraler Bestandteil der Bundesförderung. Es stellt sicher, dass öffentliche Fördermittel nur dort eingesetzt werden, wo kein privatwirtschaftlicher Ausbau geplant ist und somit tatsächlich Förderbedarf besteht.

Entscheidungsgrundlage für mögliche Förderprojekte

Die Ergebnisse aus Branchendialog und Markterkundung werden anschließend durch die beauftragten Berater juristisch und technisch ausgewertet. Auf dieser Datenbasis können konkrete Aussagen darüber getroffen werden, in welchen Gebieten gegebenenfalls Förderprojekte notwendig und sinnvoll sind.

Ziel ist es, den politischen Gremien in den Städten Minden, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen noch vor der Sommerpause der jeweiligen Stadträte eine fundierte Entscheidungsgrundlage vorzulegen. Die Stadträte können dann über eine mögliche Beantragung von Ausbauprojekten im Rahmen der Gigabitförderung des Bundes entscheiden.

Gemeinsames Vorgehen stärkt die Region

Mit der gemeinsamen Beantragung der Beraterförderung bündeln die beteiligten Kommunen ihre Ressourcen und schaffen eine solide Grundlage für die nächsten Schritte beim Glasfaserausbau.

Der Kreis Minden-Lübbecke begleitet und koordiniert diesen Prozess, um auch künftig eine leistungsfähige digitale Infrastruktur in der Region sicherzustellen und bestehende Versorgungslücken gezielt zu schließen.

Statements

Bürgermeister der Stadt Bad Oeynhausen Lars Bökenkröger:

  • „Es besteht schon eine gute Breitbandabdeckung.“
  • „Es wird aber noch eine große Herausforderung auf uns zukommen.“
  • „Glasfaserabdeckung ist eine der wichtigsten Hauptaufgaben.“
  • „Wir müssen die Fördermittel für die Bürger nutzen.“

Bürgermeisterin der Stadt Porta Westfalica Anke Grotjohann:

  • „Diese Kooperation ist ein Meilenstein, in dem wir unser Wissen bündeln können.“
  • „Auch die Unternehmen warten auf den weiteren Glasfaserausbau.“

Bürgermeister der Stadt Minden Peter Kock:

  • „Starkes Zeichen zum Schulterschluss“
  • „Daseinsvorsorge für Privatpersonen und Unternehmen“

Dezernent Jörg Schrader für den Kreis Minden-Lübbecke

  • „Glasfaserausbau ist ein harter Standortfaktor.“
  • „Ausschlusskriterium für die Ansiedlung der Wirtschaft“
  • „Interkommunale Zusammenarbeit ist besser als eine Insellösung.“
  • „Bestehende Kompetenzen nutzen“

Foto (v.l.): Bürgermeister Peter Kock, Dezernent Jörg Schrader, Bürgermeisterin Anke Grotjohann, Bürgermeister Lars Bökenkröger. Foto: Kreis Minden-Lübbecke

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