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Kreis Minden-Lübbecke stellt Integrationsbericht vor

Kreis Minden-Lübbecke, 01.09.2008

  
Kreis Minden-Lübbecke stellt Integrationsbericht vor

Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund bedeutet die Eingliederung in die bestehenden Sozialstrukturen einer Aufnahmegesellschaft. Nur so, erklärt Landrat Dr. Niermann, kann eine Identifikation mit dem Aufnahmeland stattfinden und gerade jungen Menschen mit Migrationshintergrund das Gefühl gegeben werden, dazuzugehören.
Erfolgreiche Integration kann nur mit langfristigen, an die örtliche Situation angepassten, Strategien gelingen.
Voraussetzung für erfolgreiche Integration im Kreis Minden-Lübbecke ist erst einmal die Kenntnis über die Lebenssituation der Menschen mit Migrationshintergrund.
Aus diesem Grund hat die Integrationsbeauftragte, Sabine Schulz, zusammen mit der Projektgruppe „Integration“ einen Integrationsbericht erstellt. In diesem Bericht werden Daten zur Lebenssituation von Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis Minden-Lübbecke erfasst und mit der Situation in Deutschland und dem Land Nordrhein-Westfalen verglichen.
Dargestellt werden Anzahl, Herkunftsländer und Altersstruktur der Menschen mit Migrationshintergrund, sowie die Anzahl der Einbürgerungen und zugewiesenen Asylanten.
Integration muss so früh wie möglich beginnen, deshalb wird umfangreich auf die Anzahl der Kinder mit Migrationshintergrund in den Kindergärten und in den Schulen eingegangen. Hier gibt es eine Übersicht, welche Schulen Ausländer und Aussiedler besuchten und welche Schulabschlüsse sie dort erworben haben.
Da Ausbildung und beruflicher Erfolg wichtige Bedingungen für die Integration sind, bietet der Bericht auch Daten zu Ausbildung, Arbeit und auch Arbeitslosigkeit.
Der Kreis Minden-Lübbecke will, im Rahmen seiner Möglichkeiten, die Situation der Menschen mit Migrationshintergrund verbessern. Sie sollen dieselben Chancen in der Lebensführung bekommen wie die hier geborenen Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Um diese Ziele zu erreichen, müssen für Handlungsfelder wie Sprache, Bildung und Ausbildung, Wirtschaft und Arbeit, Gesundheit, Kultur und Politische Partizipation gemeinsam integrative Konzepte entwickelt werden.
Im Rahmen einer Integrationskonferenz am 12. November 2008 werden hierzu konkrete Maßnahmen erarbeitet.
Vorher werden wichtige Informationen speziell für Neuzuwanderer und bereits hier lebende Menschen mit Migrationshintergrund kreisweit erfasst und im Internet veröffentlicht.

Das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund findet in den konkreten Lebenswelten vor Ort statt und nur hier kann auch die Integration gelingen.

Der Integrationsbericht kann in der Kreisverwaltung bestellt werden (Tel. 0571/807-2216).

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