Kosten- und Terminsicherheit sind entscheidend - Stadtverwaltung begründet Wahl des Vergabeverfahrens für Stadtschule
Lübbecke. „Kosten- und Terminsicherheit waren die entscheidenden Faktoren bei der Festlegung des Vergabeverfahrens für den Bau der Stadtschule, alle Planungs- und Bauleistungen an einen Generalunternehmer zu vergeben“, erklärt Dirk Raddy, Leiter des Dezernats 2 der Stadt Lübbecke. „Wir wehren uns entschieden gegen Unterstellungen der Kreishandwerkerschaft, wir hätten die Politik nicht ausreichend informiert und die Vergabe der Projektleitung habe ein ‚Geschmäckle’. Die Kreishandwerkerschaft lenkt damit von der Tatsache ab, dass sie bei dem gleich gelagerten Vergabeverfahren für den Bau einer Sekundarschule in Petershagen vor eineinhalb Jahren nicht im Ansatz Einwände erhoben hat und auch in Lübbecke erst reagiert hat, als das Verfahren bereits lief, obwohl die Entscheidung bereits im Juli vom Rat getroffen wurde“, so Raddy weiter.„Wir als Verwaltung sind uns bewusst und werden in dieser Absicht von der Politik unterstützt, dass wir mit der Fertigstellung der Stadtschule zum Beginn des Schuljahres 2014/15 ein ehrgeiziges Ziel verfolgen“, betont Ingo Ellerkamp, Baudezernent der Stadt Lübbecke. „Für die Größe und die Rahmenbedingungen dieses für Lübbecke zukunftsweisenden Bauvorhabens ist die Vergabe an einen Generalunternehmer aus unserer Sicht das richtige Verfahren, um den Bau in der vorgegebenen Zeit zu realisieren. Gegenüber anderen Vergabemethoden, wie zum Beispiel einem Architektenwettbewerb, liefert das gewählte Verfahren innerhalb kurzer Zeit ein Bild der zukünftigen Sekundarschule in Form eines konkreten Entwurfes einschließlich eines belastbaren Kosten- und Zeitplans bis zur Fertigstellung“.
Finanzdezernent Dirk Raddy ergänzt: „Wir haben uns deshalb an dem erfolgreichen Ablauf bei einem vergleichbaren Bauvorhaben in Petershagen orientiert und bedienen uns der Unterstützung eines Fachbüros für die Projektsteuerung, das gute Referenzen in der technischen Begleitung eines derartigen Bauvorhabens vorzuweisen hat. Außerdem hat es in den vergangenen Jahren in Lübbecke bei mehreren Projekten deutliche Kostenüberschreitungen gegeben. Durch die Vergabe an einen Generalunternehmer und eine professionelle rechtliche und technische Begleitung versprechen wir uns eine größere Kostensicherheit und damit Planungssicherheit für unseren Haushalt. Genau diese Aspekte waren bereits Gegenstand der politischen Diskussion über die Standortfrage für die Stadtschule.“
Durch das gewählte Verfahren bestehen aus Sicht der Verwaltung für heimische Unternehmen vergleichbare Chancen wie bei einer Einzelausschreibung der Gewerke. Aufgrund der Größe des Bauvorhabens müssten die Gewerke ebenfalls weitestgehend europaweit ausgeschrieben werden. Die einzelnen Gewerke werden ein Volumen erreichen, das von vornherein eine gewisse Betriebsgröße voraussetzt, um die Arbeiten durchzuführen.
An die grundsätzliche Zielsetzung bei der Einrichtung der Sekundarschule erinnert noch einmal Bürgermeister Eckhard Witte: „Wir wollen neben dem Gymnasium als zweite Säule eine attraktive Sekundarschule entwickeln, mit der es gelingt, die Abwanderung der Schüler aus Lübbecke zu stoppen und den Familien ein leistungsstarkes, wohnortnahes Schulangebot bis zum Schulabschluss ihrer Kinder zu bieten.“ Frank Haberbosch, als Leiter des Dezernats 1 verantwortlich für die Lübbecker Schulen, macht auf Kapazitätsprobleme an der Jahn-Realschule aufmerksam: „Wir werden zukünftig mehr Zugänger für die Sekundarschule als Abgänger der Realschule haben. Das Lehrerzimmer für die Pädagogen der Stadtschule ist aktuell in Containern untergebracht. Das kann auf längere Zeit nicht so bleiben. Darüber hinaus haben wir den Eltern garantiert, dass ihre Kinder sowohl auf der Haupt- und der Realschule als auch auf der neuen Stadtschule in der Um- beziehungsweise Neubauphase nur möglichst gering durch Staub und Lärm von Baustellen belastet werden. Dies alles spricht für die Einhaltung des gesetzten Zeitplanes.“