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Kommunale Arbeitsmarktstatistik für August 2010

Kreis Minden-Lübbecke, 31.08.2010

Medieninformation


Kommunale Arbeitsmarktstatistik SGB II für August 2010

mit der Bitte um Veröffentlichung am Mittwoch, den 01.09.2010

► Zahl der Bedarfsgemeinschaften und der Leistungen beziehenden Personen sinkt
► Integrationen in Arbeit konstant
 
Die Entwicklung der SGB II-Leistungen beziehenden Menschen im Kreis Minden-Lübbecke gestaltet sich ebenso wie die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im August freundlich. Bei einem Blick zurück auf den August des Vorjahres waren 22.930 Menschen im Leistungsbezug. Im August 2010 sind 21.851 Personen (-4,7%) registriert. Im Vergleich zum Vormonat Juli liegt ein Rückgang um knapp 1 % (22.163) vor. Geringfügig anders verlief der Trend bei den Bedarfsgemeinschaften. Während im August 2009 10.646 Bedarfsgemeinschaften vorlagen, haben im August 2010 10.750 Familien Leistungen erhalten. Die unterschiedliche Entwicklung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass bei den Ein-Personen-Bedarfsgemeinschaften eine zunehmende Tendenz zu erkennen ist. Gegenüber dem Vormonat ist aber auch hier eine rückläufige Tendenz zu beobachten.

Auch wenn der Stand der wirtschaftlichen Entwicklung vor der Konjunkturkrise noch nicht erreicht sein dürfte, hat die Wirtschaft des Kreises Minden-Lübbecke einen positiven Entwicklungskurs eingeschlagen. Dies ist sicherlich auch auf die Konjunkturpakete und die witterungsbedingten Aufholungen, die derzeit erfolgen, zurückzuführen. Diese Entwicklungen tragen mit dazu bei, dass wie bereits im Juli erneut 551 SGB II-Leistungen beziehende Menschen in eine Beschäftigung vermittelt werden konnten. Für 300 Hilfebezieher von ihnen wurde eine sozialbversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden. 137 hauptsächlich junge Menschen haben einen Ausbildungsplatz erhalten. Für 110 Personen wurde der Weg in den Beruf zunächst über eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung geebnet und 4 Personen haben den Weg in die Existenzgründung angetreten. Ob und in wie weit Anlass zu Optimismus besteht, dass die konjunkturelle Entwicklung ihren positiven Trend dauerhaft fortsetzt, kann derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Die Prognosen der Wirtschaftsinstitute gehen für 2010 weit auseinander (1,2 bis 3,4 %). „Sowohl aus kommunaler Sicht als auch aus der Sicht der Menschen, die eine Arbeit suchen oder gerade eine Beschäftigung gefunden haben, ist eine nachhaltige, dauerhafte Beschäftigungsperspektive wünschenswert. Dafür ist eine kontinuierlich florierende Konjunktur ein wichtiger Meilenstein,“ betont Landrat Dr. Ralf Niermann.

Insgesamt sind im Monat August 913 Menschen durch das Amt proArbeit aktiviert worden. Neben den 551 Arbeitsintegrationen wurde 68 Personen eine Arbeitsgelegenheit angeboten, die der Heranführung an die Arbeitswelt dient. Für 294 Hilfesuchende wurde die Möglichkeit eröffnet über Qualifizierungsmaßnahmen und Praktika ihre eigenen Fähigkeiten zu testen oder zu qualifizieren, um so die Voraussetzungen für den Zugang in den Arbeitsmarkt zu erweitern oder zu verbessern.

Das Hauptaugenmerk des Gesetzes gilt der Vermittlung der Menschen in Arbeit. Es gilt aber auch die Menschen zu erreichen, die weiter vom Arbeitsmarkt entfernt sind. Immerhin sind gut 25 bis 30 % so genannte Langzeitbezieher, also länger als 2 Jahre im Leistungssystem. Um der direkten Vermittlung in den Arbeitsmarkt oder aber der Verbesserung der Berufschancen zu dienen, wurden und werden für die kommenden Monate weitere Maßnahmen durch das Amt proArbeit ausgeschrieben.

 

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