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Kommunale Arbeitsmarktstatistik SGB II für Oktober 2009

Minden-Lübbecke, 30.10.2009


Kommunale Arbeitsmarktstatistik SGB II für Oktober 2009

► Minimaler Anstieg bei Bedarfsgemeinschaften und Leistungsempfängern
► Langzeitarbeitslosigkeit sinkt weiter
► Integration in Ausbildung fast auf Vorjahresniveau

Die Zahl der Leistungsempfänger ist im Oktober geringfügig gegenüber dem Vormonat auf 23.114 Personen angestiegen. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften, die auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, um 22 auf 10.740 erhöht. Damit fällt der Anstieg gegenüber dem Vormonat mit 0,2 % bei den Bedarfsgemeinschaften und unter 0,1 % bei den Leistungsempfängern nur minimal aus.

Die Fallmanagern und -vermittler des Amtes proArbeit haben gemeinsam mit den Arbeitssuchenden versucht, die sich im Rahmen der derzeitigen Wirtschaftskrise anbietenden Eingliederungsmaßnahmen extensiv zu nutzen. Dadurch konnte die positive Entwicklung des Vormonats fortgesetzt werden: Auch im Oktober ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um weitere 3,2 % auf 6.839 Personen gesunken. Diese Entwicklung ist bei rückläufiger Zahl der Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, auf ein ausgeweitetes Angebot von Qualifizierungsmaßnahmen und Arbeitsgelegenheiten zurückzuführen. Durch die eingeleiteten Qualifizierungsmaßnahmen soll die Zeit sinnvoll genutzt und die Rückkehrchancen verbessert werden, wenn auf dem Arbeitsmarkt wieder Kräfte nachgefragt werden.

Vergleicht man die Entwicklung von Integrationen im Jahresverlauf mit dem Vorjahr, so wird deutlich, dass nur im Bereich der Aufnahme einer Ausbildung die Vorjahreswerte annähernd erreicht werden konnten. 614 Ausbildungsaufnahmen in der Zeit von Januar bis Oktober 2009 stehen 624 Ausbildungsaufnahmen im Vorjahreszeitraum gegenüber. Die Integration in Arbeit dagegen gelang in der Zeit vom Januar bis Oktober 2009 bei 2.901 Personen, während im Vorjahreszeitraum noch 3.846 Personen in Arbeit integriert wurden. Auch die einer Arbeitsaufnahme häufig vorangehende Aufnahme eines maximal 4-wöchigen Praktikums ist seit Jahresbeginn mit 612 Fällen im Vergleich zu 785 Fällen im Vorjahreszeitraum deutlich zurückgegangen.

Diese Entwicklung erfordert die Ausweitung von Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Seit Jahresbeginn nahmen 1.828 Personen das Angebot einer Qualifizierung (Vorjahreszeitraum 1.251 Personen) und 1.098 Personen das Angebot einer Arbeitsgelegenheit (Vorjahreszeitraum 905 Personen) an. Da die Prognosen für die nächsten Monate keine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt erkennen lassen, wird auch die weitere Planung einen Schwerpunkt auf die Einrichtung von Qualifizierungsmaßnahmen legen. Landrat Dr. Niermann nahm erfreut zur Kenntnis, dass es dem Amt proArbeit gelungen ist Fördermittel aus Sonderprogrammen des Bundes für spezielle Zielgruppen auch für den Kreis Minden-Lübbecke zu erhalten. So wird in Kürze in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine weitere speziell für die Zielgruppe von Migrantinnen und Migranten ausgestaltete Maßnahme starten. Durch das Einwerben dieser Mittel aus Sonderprogrammen wird es voraussichtlich möglich sein den zu erwartenden erhöhten Bedarf an geeigneten Maßnahmeplätzen im Kreis Minden-Lübbecke auch im kommenden Jahr zur Verfügung stellen zu können.

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