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Kommunale Arbeitsmarktstatistik SGB II für April 2009

Kreis Minden-Lübbecke, 04.05.2009


Kommunale Arbeitsmarktstatistik SGB II für April 2009

  • Integration in Arbeit weiterhin rückläufig
  • Leistungsempfänger noch unter Vorjahresniveau
  • Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II steigt


Auch im April ist es dem Amt proArbeit auf Grund der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht gelungen, die Integrationen in Arbeit an das Vorjahresniveau anzunähern. Nur 243 Langzeitarbeitslose konnten integriert werden. Inzwischen geht auch die Zahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse deutlich zurück. Nahmen im Vorjahr in den ersten vier Monaten noch 328 erwerbsfähige Hilfeempfänger einen sogenannten 400 €-Job auf, gelang es in diesem Jahr nur noch 274 Personen.

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zeigen sich zusätzlich in den sinkenden Zahlen der Aktivierung in ein Praktikum. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Anzahl der Praktikumsplätze um 26 % auf 62. Damit haben deutlich weniger Langzeitarbeitslose die Chance, ihre Fähigkeiten im Rahmen eines betrieblichen Praktikums unter Beweis stellen zu können.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat um 1,4% auf 6.234 Personen leicht angestiegen, liegt aber immer noch deutlich unter dem Vorjahresniveau.

„In Zeiten, in denen der allgemeine Arbeitsmarkt eingeschränkte Aufnahmekapazitäten für Arbeitskräfte bietet, ist ein verstärktes Angebot von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik unumgänglich. Denn es ist wichtig erwerbsfähigen Hilfebedürftigen die Möglichkeit zu geben, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu erhalten und zu erweitern“, so Landrat Dr. Niermann zu der Tatsache, dass die Aktivierung in Qualifizierung und Arbeitsgelegenheiten gegenüber dem Vorjahresmonat um 13% gesteigert werden konnte.

Seit Beginn des Jahres steigt die Zahl der Bedarfsgemeinschaften und auch die der Leistungsempfänger kontinuierlich wieder an. Die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften hat mit 10.460 Fällen das Vorjahresniveau (10.435) leicht überschritten, hingegen liegt die Zahl der Leistungsempfänger mit 22.777 Personen noch leicht unter dem Vorjahreswert von 23.870 Personen.

Auffällig ist auch der Anstieg der Hilfeempfänger, die sowohl Arbeitslosengeld I als auch ergänzend Leistungen nach dem SGB II erhalten. Waren im Oktober 2008 noch 269 Personen zur Deckung des Lebensunterhaltes ihrer Bedarfsgemeinschaft auf Leistungen aus beiden Systemen angewiesen, so sind es im April 2009 bereits 419 Personen. Auch hier ist in den nächsten Monaten mit einer weiter steigenden Tendenz zu rechnen.

 

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