Kleine Gedankenstütze: Gelbe Karte vom Ranger bei leichten Verstößen
Immer wieder kommt es in den Naturschutzgebieten des Kreises Minden-Lübbecke zu unterschiedlichsten Verstößen – ob nicht angeleinte Hunde, das Ausgraben von Pflanzen oder das Verlassen der Wege. Meist geht es um kleinere Verstöße, die oft aus Unwissenheit begangen werden. Durch informative Gespräche möchte der Ranger im Umweltamt des Kreises Minden-Lübbecke Christian Blotz in diesen Fällen aufklären und verteilt ab sofort – neben einer mündlichen Verwarnung - bei leichten Verstößen eine „Gelbe Karte“. Bei einem zweiten Verstoß droht dann ein Verwarngeld.
Seit zwei Jahren ist Christian Blotz als Ranger im Umweltamt des Kreises im Einsatz und hat viele gute Erfahrungen gemacht. „Die meisten Verstöße werden aus Unwissenheit gemacht. Den meisten Menschen ist zum Beispiel nicht klar, dass sie Tiere- und Pflanzenarten gefährden, wenn sie die Wege verlassen oder ähnliches. Ich freue mich dann immer, wenn ich da in netten und informativen Gesprächen aufklären kann“, sagt Blotz. Nur durch Aufklärung und Verständnis für die Sache könne es zu dauerhaft verändertem Verhalten kommen. Umso mehr freut es Christian Blotz, dass diese Art der Sensibilisierung offensichtlich auch gut ankommt. Denn die Erfahrung im Umweltamt ist, dass sich viele Menschen ganz neu für die Natur engagieren.
Leider gibt es auch Menschen, die Blotz mit Worten allein nicht erreichen kann. Deshalb wird es künftig neben einer mündlichen Verwarnung die „Gelbe Karte“ geben und auch die Personalien samt dem jeweiligen Verstoß wird notiert. Die „Gelbe Karte“ ist aber nicht nur eine Gedankenstütze sondern enthält auch eine Liste von Ge- und Verboten in den Naturschutzgebieten.
Fällt die Person dann ein zweites Mal mit einem Verstoß im Naturschutzgebiet auf, wird ein Verwarngeld fällig. Das liegt zwischen 5 und 55 Euro. Sollte es zu dem Fall kommen, dass jemand seine Personalien bei einem Verstoß nicht nennen möchte, kann aus dem Verwarngeld schnell ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro werden.
Soweit möchte Christian Blotz aber gar nicht denken: „Ich hoffe einfach auch weiterhin meist nur verständnisvolle, naturbegeisterte und tolle Menschen in den Schutzgebieten anzutreffen“.
Fotos: Dagmar Selle / Kreis Minden-Lübbecke