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Jungenarbeit als Gewaltprävention: Infoveranstaltung im Kreishaus

Kreis Minden-Lübbecke, 21.02.2008

 
Jungenarbeit als Gewaltprävention: Infoveranstaltung im Kreishaus

Einen Fach- und Informationsnachmittag zum Thema „Jungenarbeit als Gewaltprävention“ bietet die Arbeitsgemeinschaft Jungenarbeit im Kreis Minden-Lübbecke an. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 27. Februar, von 14 bis 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Mindener Kreishauses an der Portastraße 13 statt. Eingeladen sind Beschäftigte der Jugendhilfeeinrichtungen und Kindertagesstätten sowie Lehrer und Lehrerinnen.

Helmut Poggemöller, Leiter des Kreisjugendamtes Minden-Lübbecke, wird die Veranstaltung eröffnen. Nach einem ausführlichen Eingangsreferat von Olaf Jantz, Mannigfaltig Hannover e.V., werden in Workshops die verschiedenen jungentypischen Ausdrucksformen von Aggression und Gewalt diskutiert und Lösungsmöglichkeiten entwickelt. Abschließend wird Olaf Jantz weitere Perspektiven der Jungenarbeit vorstellen.

Für viele in den pädagogischen Bereichen Tätigen erscheint es als ein Nerven zehrendes Phänomen, dass Jungen sich anders verhalten als Mädchen. Auf dem Schulhof, in der Clique, in den Kriminalstatistiken und den Gesundheitsberichten sind es die Jungen, die auffallen und Probleme machen. Die Fragen „wie gehe ich mit gewaltbereiten Jungen um?“, „Wie kann ich mich und andere schützen?“ und „welche Möglichkeiten präventiver Art gibt es?“ sind berechtigt und sinnvoll.

„Zusätzlich ist es aber aus Sicht der fundierten Jungenarbeit notwendig, die Lebensumstände von Jungen in einer Gesellschaft zu berücksichtigen, die nach wie vor überwiegend stereotype Rollenbilder vermittelt und in denen „Mannsein“ nach wie vor mit Stärke, Härte und Coolness gleichgesetzt wird“, betont Burkhard Schäkel vom Kreisjugendamt. Die Kenntnis männlicher Sozialisation und der daraus resultierenden Sensibilisierung für die spezifischen Bedürfnisse von Jungen ist ein wesentlicher Aspekt präventiver Arbeit.

Die Forderung nach geschlechtsspezifischer Sichtweise und die Notwendigkeit adäquater Förderinstrumente ist durch den Begriff Gender Mainstreaming im Gesetz verankert wird als Bestandteil des pädagogischen Know-Hows verstanden. Der Erkenntnis, dass Jungen Probleme machen, weil Jungen Probleme haben, soll mit dieser Veranstaltung ein Forum gegeben werden. Sie ist Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Jungenarbeit zu jungenspezifischen Themen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen unter Telefon 0571/807-2469 oder E-Mail b.schaekel@minden-lübbecke.de. Ein Faltblatt zur Veranstaltung ist ebenfalls unter diesem Kontakt erhältlich.

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