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Datum: 13.08.2021

Jede/r hat (s)einen Platz...

… in Preußisch Oldendorf! Nach diesem Motto führte die Stadt kürzlich ein Kunstprojekt in Form von Bemalen alter Stühle in der Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen durch. Acht der Bewohner nahmen an der Aktion teil. Die kreisweite Aktion hat das Ziel, die zugewanderten Menschen, die neu nach Deutschland gekommen sind oder auch schon länger hier leben, mit ihren Geschichten sichtbar zu machen um deutlich zu sagen: Jede/r hat in unserer Gesellschaft einen Platz! Wir wollen inkludieren und nicht exkludieren, Integrationsleistungen anerkennen und würdigen, Diskriminierungen entgegenwirken. Zeigen, was die Menschen, die oft unsichtbar an den Stadträndern leben, schon geschafft haben und schaffen werden. 

Die Preußisch Oldendorfer geflüchteten Menschen, die an der Aktion teilgenommen haben, leben schon viele Jahre hier. Sie unterscheiden sich voneinander, was die Herkunftsländer, Sprachen, Charaktere oder das Alter angeht. Aber sie haben auch vieles gemeinsam: sie gehen ihrer Arbeit nach, treffen sich mit Freunden, spielen Fußball im Verein oder besuchen ihre Familien. Sie teilen sich auch ihre Lebensumstände: sie wohnen alle noch im Übergangswohnheim Langenhegge. Teils, weil sie keinen Wohnraum finden, weil sie bei der Suche auf Vorurteile stoßen, teils, weil sie aufgrund gesetzlicher Vorgaben noch nicht ausziehen dürfen. Auch der Fluchthintergrund vereint sie, auch wenn die Fluchtgründe oft unterschiedlich sind. 

Die Aktion, die die städtische Sozialarbeiterin für Integration Anna Zielinska-Lübker mit Unterstützung von Maria Droste und Pastor Steffen Bäcker vom AK Asyl PrO durchgeführt hat wird voraussichtlich aufgrund der hohen Nachfrage im September wiederholt. Die „Interkulturellen Stühle“ werden bemalt in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum und gefördert vom Programm „KOMM-AN NRW“.

Die Teilnehmenden hatten alle viel Freude bei der Aktion. Agnelo, einer der Teilnehmer, sagt: „Liebe wird mit Liebe zurückgezahlt. In unseren Herzen darf kein Platz sein für Diskriminierung“. Die Beweggründe zum Teilnehmen waren bei allen ähnlich: Preußisch Oldendorf habe sehr viele nette und hilfsbereite Menschen. Aber leider begegne den Zugewanderten manchmal auch Misstrauen oder geringschätziges Verhalten. „Wir möchten zeigen, dass wir hier sind und dass wir ganz normale Leute sind. Und dass wir auch nach Preußisch Oldendorf gehören!“. Denn: Jede/r hat hier seinen Platz.

 

Die Stühle sind derzeit im Rathaus an verschiedenen Stellen ausgestellt. Ab Ende September sollen sie auf Wanderschaft gehen und an markanten Stellen in der ganzen Stadt stehen. Interessierte, die einen oder zwei Stühle ausstellen möchten, melden sich ab September bitte bei Anna Zielinska-Lübker unter Tel. 05742 93 11 40 oder a.luebker@preussischoldendorf.de

 

 

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