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Datum: 06.02.2008

Jeder ImpfPass ein Treffer - Landesweite Impfwochen des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe

Handballer des TUS N Lübbecke und GWD Minden eröffnen in Lübbecke landesweite Impfwochen

Mit ihrer eigenen Impfung haben die beiden Handball-Profis Branko Kokir, TUS N Lübbecke und Moritz Schäpsmeier, GWD Minden, die landesweiten Impfwochen „Jeder ImpfPass ein Treffer!“ des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe angepfiffen. Im Februar und März 2008 werden Ärzte und Praxisteams in Hausarztpraxen besonders intensiv die Impfpässe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf Impflücken überprüfen und über die Gefahren von Infektionskrankheiten aufklären. „Patienten mit oder ohne Impfpass sollten die Gelegenheit nutzen, ihren Impfschutz bei ihrem Hausarzt kostenlos überprüfen und auffrischen zu lassen“, so Dr. med. Norbert Hartmann, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.

In den letzten Jahren sind gehäuft schwere Komplikationen und einzelne Todesfälle durch Masern aufgetreten. Das hat der Hausärzteverband Westfalen-Lippe zum Anlass genommen, mit landesweiten Aktionswochen unter dem Motto „Jeder ImpfPass ein Treffer“, zur Impfung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gegen gefährliche Infektionskrankheiten aufzurufen. „Diese Aktion liegt uns sehr am Herzen, und wir hoffen, dass sich viele Patienten motivieren lassen“, sagt Dr. med. Günter Braun aus Lübbecke, der Leiter des Impfprojektes beim Verband. Unterstützt werden die Hausärzte in Westfalen-Lippe von den Handballern des TUS N Lübbecke und GWD Minden.

Dr. Norbert Hartmann, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe rief beim Auftakt in Lübbecke am 1. Februar 2008, alle Familien dazu auf, das umfangreiche Angebot während der Impfwochen intensiv zu nutzen und unterstrich: „Sich impfen zu lassen ist die einfachste und wirkungsvollste Möglichkeit, gefährlichen Infektionskrankheiten vorzubeugen. Sie schützen damit nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die aus medizinischer Sicht nicht geimpft werden können.“

Die beiden Top-Handballer Moritz Schäpsmeier vom GWD Minden und Branko Kokir vom TUS N Lübbecke zeigten sich begeistert von der Impfaktion. „Wir haben die Schirmherrschaft für die Aktionswochen des Hausärzteverbandes sehr gerne übernommen, weil wir es wichtig finden, Impfungen wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken“, so Schäpsmeier über das Impfprojekt. Er und sein Kollege Branko Kokir, mehrfacher Nationalspieler vom TUS N Lübbecke, sind mit gutem Beispiel vorangegangen und haben sich in Lübbecke öffentlich mit einem Vierfach-Impfstoff gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis und Polio impfen lassen. „Beim Handball kommt es nicht nur auf die Tore an, eine gute Verteidigung ist genauso wichtig. Mit regelmäßigen Impfungen sorgen wir für die bestmögliche Abwehr gegen Infektionskrankheiten“, sagte die Lübbecker Nr. 10.

 

Wichtig ist eine gute Abwehr – für die ganze Familie

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt, Kinder im ersten beziehungsweise zweiten Lebensjahr gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B, Hib, Windpocken, Masern, Mumps, Röteln, Pneumokokken und Meningokokken zu impfen. „Für den vollständigen Impfschutz müssen die Kinder heute, dank moderner Kombinationsimpfstoffe, nur noch wenige Male gepikt werden. Haben sie alle Impfungen erhalten, wird im Alter von fünf bis sechs Jahren nur noch der Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten aufgefrischt, mit nur einem Pikser“, erläuterte Dr. Andreas Korte, Hausarzt und Mannschaftsarzt des TUS N Lübbecke.

Jugendliche, die sich selbst und ihre Freunde vor schwerwiegenden Folgen gefährlicher Infektionskrankheiten bewahren möchten, sollten ihr Immunsystem von Zeit zu Zeit unterstützen. Wie die Mannschaften beim Handball braucht auch ihr Immunsystem für eine starke Abwehr regelmäßiges Training. „Das geht beim Impfen sehr viel einfacher als beim Handball“ betont Allgemeinmediziner Lars Holzapfel, Mannschaftsarzt des TUS N Lübbecke: „Im Alter von 9 bis 17 Jahren müssen Jugendliche nur einen Vierfach-Impfstoff gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung und Keuchhusten bekommen, um ihren Impfschutz wieder für viele Jahre fit zu machen“. Fehlen jedoch notwendige Impfungen zum Beispiel gegen Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken, sollen diese nachgeholt werden. Mädchen und junge Frauen im Alter von 12-17 Jahren sollen außerdem zusätzlich gegen humane Papillomviren (HPV) geimpft werden.

Hausärzte sind genau die Richtigen, um die ganze Familie fit zu machen. Keuchhusten zum Beispiel ist keine reine Kinderkrankheit mehr. 70% der Pertussiserkrankungen betreffen heute Jugendliche und Erwachsene. Auch sie können schwer erkranken und gerade bei ihnen kann die Krankheit lange anhalten. Mehrfache Keuchhusten-Erkrankungen sind möglich, weil der Immunschutz nach einer Erkrankung oder Impfung innerhalb von 10 Jahren nachlässt. Außerdem sind infizierte Erwachsene die Hauptinfektionsquelle für noch ungeschützte Säuglinge. Die Hausärzte in Westfalen-Lippe setzen deshalb darauf, bei allen Familienmitgliedern Impflücken zu schließen. Für eine gute Abwehrkette ist oft eine einzige Impfung mit einem gut verträglichen Kombinationsimpfstoff ausreichend. Damit gibt es gleich für mehrere Angreifer, wie beispielsweise Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung und Keuchhusten, für Jahre kein Durchkommen.

Die Pressemitteilung zum Herunterladen:

Hausärzteverband Westfalen-Lippe e.V.
www.hausaerzteverband-wl.de

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