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Datum: 21.11.2019

Internationaler Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen"

Die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis und die Soroptimistinnen im Lübbecker Land machen erstmals mit einer Brötchentüten-Aktion auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam. In Deutschland stirbt jeden dritten Tag eine Frau infolge von Partnergewalt. Nach dem statistischen Jahresbericht des Bundeskriminalamtes 2018 wurden im Vorjahr 147 Frauen getötet. Insgesamt registriert der Report 357 Fälle versuchten Mordes oder Todschlags. 208 Opfer überlebten die Tat. Rund um den 25. November, dem Gedenktag gegen Gewalt an Frauen, verteilen viele Bäckereien ihre Backwaren in einer besonderen Verpackung. Hierzu wurden 126.000 Brötchentüten mit dem Statement: „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“ sowie mit Telefonnummern von Anlaufstellen und Hilfsangeboten bedruckt. Auf der Rückseite informieren die Soroptimistinnen über ihre Service-Organisation berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen und Frauen zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wie jedes Jahr am 25. November weht auch in diesem Jahr wieder die Flagge „frei leben - NEIN zu Gewalt an Frauen“ vor dem Preußisch Oldendorfer Rathaus.

Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter ermordet. Der Mut der Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Foto: (vorne) Martina Meier (Präsidentin Club Soroptimist International), Gleichstellungsbeauftragte Andrea Kneller, (hinten li.) Susanne Hilmer und Bürgermeister Marko Steiner bringen mit der Brötchentüten-Aktion und der Terre des Femmes-Flagge das Thema Gewalt gegen Frauen aus der Tabuzone in die Öffentlichkeit.

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