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Datum: 10.11.2011

Interaktive Ausstellung für ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt - feel free!


Feel free! lautet der Titel einer neuen Ausstellung, die anlässlich des Gedenktags „NEIN zu Gewalt an Frauen“ auf die Beine gestellt wird.

Die Veranstaltung am 19. November beginnt um 17.00 Uhr in der Eventhalle Weitblick, Langenhegge 2 in Preußisch Oldendorf und richtet sich an alle interessierten Frauen und Männer in Preußisch Oldendorf und Umgebung.

Mit der Ausstellung möchten die Veranstalterinnen Impulse geben für ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt, subtile Formen von Gewalt aufdecken, Stärke vermitteln und zu einem kreativen Umgang mit dem Thema einladen.

Organisiert und durchgeführt wird die interaktive Ausstellung von Andrea Kneller, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Preußisch Oldendorf; Sabine Springhorn, freischaffende Künstlerin; Karin Heyn, Entspannungspädagogin; Angelika Hagen, Eventservice Weitblick in Kooperation mit Angelika Lüters, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lübbecke.

Gewalt an Frauen hat viele Gesichter. Häufig wird beim Stichwort „Gewalt“ an körperliche Gewalt gedacht, doch auch psychische und sexualisierte Gewalt zählen dazu. Die Ausstellung der freischaffenden Künstlerin und Keramikerin Sabine Springhorn greift subtile und nicht auf Anhieb erkennbare Formen von Gewalt an Frauen auf und macht Mut zum Hinsehen, Handeln und zur Veränderung. „In dieser Ausstellung möchte ich Impulse geben - aufmerken lassen - ungewöhnlich sein dürfen - ungewöhnliche Wege gehen und andere Denk- und auch Handlungsweisen aufzeigen. Achtsamkeit  ist hier das Zauberwort für mich, denn es geht nicht darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern um Kommunikation - um ein Hin zu gesundem Miteinander von Männern und Frauen - was letztlich auch den Kindern zugute kommt“, erläutert Sabine Springhorn ihr Anliegen. Mit Bild- und Text - Elementen sowie kurzen Lesungen bietet sie Anregung und Motivation auf der Suche nach Lösungen für ein selbstbestimmtes Leben.

In einem interaktiven Teil der Ausstellung, konzipiert von Karin Heyn, wird eine Gedankensammlung und ein Graffiti zum Thema Gewalt entstehen. Diese Aktion trägt den Namen „Reden ist Gold“ und arbeitet mit Inputsätzen und Signalwörtern zu denen die Gäste frei assoziieren können. So entsteht nach und nach eine Gedanken- und Impulssammlung zum Thema Gewalt, die ihrerseits wieder Impulse für den Betrachter und die Betrachterin gibt. Mit dieser Aktion möchte Karin Heyn den Zugang zu dieser sensiblen Thematik erleichtern: „Ich sehe mich dabei lediglich als Impulsgeberin, die einen Rahmen schafft, in der lebendige Kommunikation und Entwicklung passieren kann. Wir möchten das Thema Gewalt gegen Frauen aus dieser Tabuzone holen, durch die die folgenschwere Isolation betroffener Frauen erst möglich wird. Denn soziale Isolation ist sowohl Folge von als auch Risikofaktor für Gewalt an Frauen!“

Die Eventhalle Weitblick bietet an diesem Nachmittag zudem eine Kommunikations-Lounge, in der sich die Gäste, in einer ruhigen Atmosphäre austauschen können. Außerdem stehen kompetente Gesprächspartnerinnen zur Verfügung. Teilnehmen werden  Angela Gräper von der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen Wildwasser Minden e.V.; Miriam Stock, Fachstelle Schutz und Beratung vom hexenHAUS Espelkamp sowie Gudrun Hüttemann und Dieter Ulmer vom Weißen Ring.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist zwar nicht erforderlich, würde aber die Organisation erleichtern und wird gerne entgegengenommen von der Gleichstellungsbeauftragten Andrea Kneller.



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