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Informationsveranstaltung „Weiterentwicklung des DemenzNetzes im Kreis Minden–Lübbecke“

Das DemenzNetz des Kreises Minden-Lübbecke gehört zu den dreizehn Demenznetzen in ganz Deutschland, die das Bundesministerium für Gesundheit derzeit wissenschaftlich untersuchen lässt. Mit dem Förderprogramm „Zukunftswerkstatt Demenz“ will das Ministerium ihre Wirksamkeit ermitteln und daraus Empfehlungen für Politik und Entscheidungsträger ableiten. Der Demenzfachdienst Kreis Minden-Lübbecke hat jetzt bereits vorhandene und neue Unterstützungsanbieter für demenzbetroffene Familien eingeladen, um über die Weiterentwicklung des DemenzNetzes und die Möglichkeit der Kooperation zu informieren. "Menschen mit einer Demenz und ihre Angehörigen stellen das bestehende Hilfesystem vor besondere Anforderungen", sagte Landrat Dr. Ralf Niermann zur Begrüßung der rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Informationsveranstaltung im Kreishaus. „Wichtig ist mir dabei, diesen anspruchsvollen Weg gemeinsam mit allen Akteuren zu gehen, die an der Versorgung von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen beteiligt sind. In diesem Zusammenhang ist das DemenzNetz ein wichtiger Kooperationspartner des Kreises Minden-Lübbecke“, so Dr. Niermann.
Ziel des DemenzNetzes ist es, vorhandene Unterstützungsangebote besser zu vernetzen und Betroffenen und ihren Bezugspersonen zügiger und zielgerichteter passgenaue Hilfen anbieten zu können. Unbedingt notwendig ist in diesem Zusammenhang, dass sich möglichst viele Unterstützungsanbieter in das DemenzNetz einschreiben, damit dieses möglichst engmaschig Hilfen anbieten kann. Die Projektkoordinatorinnen des Demenzfachdienstes im Kreis Minden-Lübbecke Ursel Schellenberg, Angelika Grothklaus und Susanne Zander informierten über die Ziele des DemenzNetzes und stellten die Kooperationsvereinbarung sowie Materialien vor, mit denen betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie ihre Bezugspersonen in das DemenzNetz vermittelt werden können.
Im Kreis Minden-Lübbecke ist in den zurückliegenden Jahren ein immer größeres und weitverzweigtes DemenzNetz entstanden. Durch die Projektförderung des Bundesministeriums für Gesundheit und die Zuförderung der AOK NordWest kann das Versorgungs- und Beratungsnetz in Übereinstimmung mit der Kommunalen Pflegeplanung des Kreises Minden-Lübbecke weiterentwickelt werden. In NRW zählt der Kreis Minden- Lübbecke aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten im Bereich demenzfreundliche Kommune zu den Vorreitern. Darauf wurde auch im Düsseldorfer Landtag beim Symposium "Demenzfreundliche Kommune" hingewiesen.
In einer offenen Diskussionsrunde zum Thema „Demenzfreundlich sein - Demenzfreundlich werden“ diskutierten Cornelius Siero, Pflegedienstleiter im Krankenhaus Lübbecke, Susanne Wullenkord, Fachberaterin eines ambulanten Pflegedienstes, Dr. Christian Adam vom Kreis Minden-Lübbecke und die Ergotherapeutin Gisela Schole über das, was schon getan wird und über neue Ideen. Eine „Mit-Mach-Aktion“ im Internet unter www.demenznetz.info gibt allen Interessierten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, Geschichten, Wünsche, Kritiken und Anregungen zum Stichwort „Demenzfreundlichkeit“ anzubringen. Gerhard Wiechers, Regionaldirektor der AOK NordWest, hofft, dass sich viele Institutionen und Dienste aus dem Kreisgebiet in das DemenzNetz einschreiben, damit zukünftig die Bedingungen dafür verbessert werden, dass Demenzbetroffene und ihre Bezugspersonen frühzeitige, systematische und passgenaue Hilfen erhalten. 
 
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