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Impfaktion Schutz Impfung NRW erfolgreich - 1.042 Impfungen durchgeführt !

Kreis Minden-Lübbecke, 12.09.2008

  
Impfaktion Schutz Impfung NRW erfolgreich - 1.042 Impfungen durchgeführt !

Mit der landesweiten Kampagne „Schutz Impfung Nordrhein-Westfalen“ macht das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium in diesem Monat auf die möglichen schlimmen Folgen von Infektionskrankheiten aufmerksam und wirbt mit Nachdruck für das Impfen.
Erste Station des Impfmobils war dabei der Kreis Minden-Lübbecke, der als eine von acht „Leuchtturm-Kommunen“ in Nordrhein-Westfalen für dieses Projekt vom Gesundheitsministerium ausgewählt wurde. Bürgerinnen und Bürger sowie die Schülerinnen und Schüler von sieben weiterführenden Schulen des Kreises Minden-Lübbecke (Real-, Gesamt- und Hauptschule im Schulzentrum Süd in Bad Oeynhausen, Rats- und Herdergymnasium Minden, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Minden und das Berufskolleg in Lübbecke) hatten vom 8. bis. 10. September die Möglichkeit, ihren Impfschutz zu vervollständigen.

Einen guten Impfschutz erkennt man an den vielen Einträgen im Impfpass. Und den können die Ärztinnen und Ärzte bei den jährlichen Gesundheitsuntersuchungen der Schulkinder, die in die erste Klasse kommen, überprüfen. Hier hat sich herausgestellt, dass immer noch 16 Prozent der Kinder im Kreis Minden-Lübbecke über keine zweite Impfung gegen die gefährliche Masernerkrankung verfügen, die aber notwendig ist, um geschützt zu sein. „Um das Ziel - Ausrottung der Masern bis 2010 zu erreichen, darf bei den vorbeugenden Impfmaßnahmen nicht nachgelassen werden“ so Landrat Dr. Ralf Niermann im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung in Bad Oeynhausen.

Die diesjährige Aktion hat sich gelohnt: Insgesamt wurden 1.042 Impfungen und rund 2.350 Impfpasskontrollen durchgeführt. 102 Schülerinnen und Schüler erhielten eine Impfung jeweils gegen Masern, Mumps und Röteln. Auffällig waren auch die vielen Lücken im Impfschutz gegen die Kinderlähmung (Polio), so dass insgesamt 204 Schülerinnen und Schüler eine Impfung gegen Kinderlähmung erhielten.
Welche Folgen Impflücken haben können, zeigte der Masernausbruch im Frühjahr 2006 in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 1700 Menschen erkrankten, darunter viele Erwachsene. 263 Patienten mussten stationär behandelt werden, bei sieben führte die Infektion zu einer schweren Gehirn- oder Hirnhautentzündung. Zwei Kinder starben, darunter ein Dreijähriges, das wegen einer anderen Krankheit nicht gegen Masern geimpft werden konnte.

Insgesamt ein schöner Erfolg, der zeigt, dass die Akzeptanz der Impfung sehr hoch ist: „Aufgrund erfolgter Impfberatungen werden in diesen Tagen erfahrungsgemäß viele Menschen in Bad Oeynhausen, Minden und Lübbecke ihre Haus- bzw. Kinderärzte aufsuchen, um sich oder ihre Kinder nachimpfen zu lassen“, so Dr. Christian Adam (Projektleiter Kreis Minden-Lübbecke).

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