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I-Männchen werden zu schlauen Fußgängern

Minden-Lübbecke, 22. September 2010


Der sichere Weg zur Schule

I-Männchen werden zu schlauen Fußgängern

Mehr Sicherheit für Schulanfänger wollen Landrat Dr. Ralf Niermann, Polizei, Kreisverkehrswacht und das Straßenverkehrsamt Minden-Lübbecke erreichen. Um die Kinder auf die Gefahren auf dem Schulweg hinzuweisen und das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu üben, wird an jeden der ca. 3200 Schulanfänger das Übungsheft „Der schlaue Fußgänger“ verteilt.

Alle Jahre wieder nach den Sommerferien, beginnt für die Schüler der ersten Klassen ein neuer spannender Lebensabschnitt. Im Kreis Minden-Lübbecke sind es in diesem Jahr ca. 3200 Schulanfänger in 78 Grund- und Förderschulen, die mit Schultüte, Stift und Heft antreten um lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Die Schulzeit bedeutet aber auch eine aktive und regelmäßige Teilnahme im Straßenverkehr.

Die Übungen im „Schlauen Fußgänger“ Heft sind in eine Rahmengeschichte eingebettet und sollen die Schüler ansprechen und motivieren. Ziel der Aktion ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit unserer schwächsten Verkehrsteilnehmer, die mit der Vielzahl der Eindrücke und dem Abschätzen von Geschwindigkeiten im Straßenverkehr noch überfordert sind. Landrat Dr. Ralf Niermann sagt: „Diese Aktion soll helfen, Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern deutlich zu reduzieren. Kinder sind den schwierigen Situationen des Straßenverkehrs oft nicht gewachsen und daher besonders gefährdet“.

Die hohe Anzahl der Verkehrsunfälle mit Kindern gibt Anlass für mehr Sicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer zu sorgen. Im Mühlenkreis verunglückten im Jahr 2009 insgesamt 144 Kinder unter 15 Jahren, das sind 6 weniger als im Jahre 2008 und 11 weniger als im Jahre 2007. Von den 144 Kindern wurden 24 schwer verletzt und 120 leicht verletzt. Die Anzahl der Schulwegunfälle stieg 2009 von 34 auf 35 an, wobei 32 Schüler verletzt wurden.

Die Hauptunfallursache der Schüler als Fußgänger waren das falsche Verhalten beim Überschreiten der Fahrbahn, bzw. das plötzliche Hervortreten auf die Straße. Intensive Verkehrsüberwachung als auch eine forcierte Verkehrssicherheitsberatung an Schulen ist somit erforderlich. Deshalb werden auch die Autofahrer gebeten, sich auf die neue Situation nach den Sommerferien einzustellen. Die Polizei wird insbesondere die Schulwege beobachten und ebenso wie das Straßenverkehrsamt die Geschwindigkeiten der Kraftfahrzeuge überwachen.

Aber gleichzeitig können auch die Eltern dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden, wenn diese darauf achten, dass insbesondere in der dunklen Jahreszeit die Kinder nicht nur auf dem Schulweg, sondern auch auf dem Weg zu Freunden oder zum Spielen reflektierende Kleidung tragen. Die Eltern sollten immer wieder auf ihr Kind einwirken, sich richtig im Straßenverkehr zu verhalten. Sie sollten mit dem Kind die Wege zur Schule, zum Verein und zu den Freunden per Bus oder zu Fuß trainieren und die Kinder auf mögliche Gefahrstellen hinweisen. Vor allem sollten nicht nur die Eltern, sondern alle Erwachsene ein gutes Vorbild sein.

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