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Datum: 14.10.2011

Herbst-Veranstaltungsreihe der Gleichstellungsstelle

Lübbecke. Die Kabarettistin Simone Fleck eröffnet am 12.11.2011 um 20.00 Uhr in der Stadthalle Lübbecke die erfolgreichen Herbst Projektwochen der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Lübbecke mit ihrem neuen Programm „Mach' mir den Prinz!“.

Dabei fletscht Simone Fleck „Oma Wally“ wieder ihre dritten Zähne und rappt mit Krückstock durch den aberwitzigen Alltag. Sie seziert gnadenlos mundgerecht frische Trends: Ecstasy-Disco Ü70, Burn-out bei Haustieren, oder Ausweispflicht für den CO2 Abdruck? Wie viel Zuwendung verträgt unser Nachwuchs wirklich, wer versteht auf Mallorca noch Spanisch und macht „Golfen“ tatsächlich sexy? Im Fragen- und Antwortkatalog lauern die Thesen: Eine gesunde Darmflora ist nicht nur was für fidele Gartenfreunde. Existiert ein Glück zu zweit oder ist man eigentlich nur doppelt allein?“ Im flotten Wechsel spielt Simone Fleck ihre Lieblingscharaktere von ihrer bissigen Seite. Von Zahnlosigkeit noch keine Spur!

Nach dem fröhlichen und unterhaltsamen Einstieg wird es dann ernster. Zwei große Themenblöcke beherrschen die Herbst Veranstaltungen der Gleichstellungsbeauftragten: "Gewalt gegen Frauen" und "Frauen und Beruf".

Gestartet wird am Montag, 14.11.2011 um 9.00 Uhr mit einer Beratung zum beruflichen Wiedereinstieg. "Der berufliche Wiedereinstieg nach der Familienphase ist ein alltägliches Thema für mich als Gleichstellungsbeauftragte" erklärt Angelika Lüters. Sie freut sich deshalb in Zusammenarbeit mit der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Herford, einen Beratungstag in der Stadtverwaltung Lübbecke anbieten zu können. Viele Frauen möchten nach Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen wieder berufstätig sein. Sie haben Fragen zum Wiedereinstieg ins Berufsleben und möchten sich gut vorbereiten? In einer persönlichen Beratung erhalten die Frauen u.a. Informationen zum örtlichen Arbeitsmarkt und Angebote der Agentur für Arbeit, Tipps für die Arbeitsplatzsuche, die Nutzung von Job- und Lernbörse, zum Bewerbungsverfahren, zur Existenzgründung und zur Kinderbetreuung. Lüters möchte mit diesem Angebot auch Frauen ansprechen, die bisher kein Arbeitslosengeld I oder II beziehen und die Schwellenangst haben, Kontakt zur Agentur für Arbeit aufzunehmen. Das Beratungsangebot ist kostenlos. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Terminabsprache mit Angelika Lüters telefonisch unter 05741 276251.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe steht ein Vortrag der bekannten und geschätzten Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. und Leiterin der Beratungsstelle Nadeschda, Birgit Reiche, am Dienstag, 15.11.2011 um 19.00 Uhr, über Opfer von Menschenhandel. Unter der Überschrift „Nadeschda heißt Hoffnung“ berichtet Sie über Frauen, die aus den Ländern Mittel- und Osteuropas, aber auch aus Asien und Afrika unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Deutschland verschleppt und hier zur Prostitution gezwungen werden. "Gerade in der ländlichen Region von Ostwestfalen-Lippe gibt es zahllose Prostitutionsbetriebe. In vielen arbeiten ausländische Frauen illegal, häufig werden die Frauen gegen ihren Willen zur Prostitution gezwungen" teilt Pfarrerin Birgit Reiche mit.

Am Donnerstag, 17.11. um 18.30 Uhr, lädt die Gleichstellungsbeauftragte Angelika Lüters zum ersten Mal zu WOMEN AFTER WORK in das Restaurant "Am Kamin" ein. Das Angebot richtet sich an berufstätige Frauen, die Interesse an Erfahrungsaustausch, neuen Kontakten und Vernetzung haben. Der Austausch zu Themen wie Karriereplanung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder zu Konfliktsituationen im Berufsalltag findet in lockerer Atmosphäre statt.

Ein besonderes Augenmerk ist auf die interaktive Ausstellung Feel free! am Samstag, 19.11.2011 ab 17.00 Uhr,  zu richten. In der Eventhalle Weitblick, Langenhegge 2, Preußisch Oldendorf, zeigt die freischaffenden Künstlerin Sabine Springhorn, das Gewalt an Frauen viele Gesichter hat. Meist denken wir beim Stichwort „Gewalt“ an körperliche Gewalt, doch auch psychische und sexualisierte Gewalt zählen dazu. Die Ausstellung greift subtile und nicht auf Anhieb erkennbare Formen von Gewalt an Frauen auf und macht Mut zum Hinsehen, Handeln und zur Veränderung. In einem interaktiven Teil der Ausstellung, konzipiert von Karin Heyn, wird eine Gedanken- und Impulssammlung zum Thema Gewalt entstehen.

 

Der ausführliche Programmflyer liegt auch bei Banken, Apotheken, Geschäften und bei der Stadtverwaltung Lübbecke aus. Weitere Informationen, Flyer, Anmeldungen und Karten bei

Frau Sarah Lutz

Stadt Lübbecke
Gleichstellungsstelle

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