Große Freude über Striegau-Ausstellung im Lübbecker Museum
Striegauer und Lübbecker Stadtgeschichte wird lebendig
Das Jubiläumstreffen "50 Jahre Patenschaft Lübbecke – Striegau" wurde am vergangenen Samstag offiziell um 10 Uhr mit dem Läuten der Striegauer Glocke im Burgmannshof eröffnet. Bereits am Freitag und am frühen Samstagmorgen nutzten viele der angereisten Striegauer die Möglichkeit, sich die Sonderausstellung im Museum der Stadt Lübbecke anzusehen. Im Erdgeschoss des Kultur- und Medienzentrums im Alten Rathaus wurden dabei schnell zahlreiche Erinnerungen nicht nur an Striegau, sondern auch an frühere Treffen der Bundesheimatgruppe in Lübbecke wach. "Die Ausstellung ist wunderbar! Alles ist so freundlich und liebevoll gestaltet", freuten sich auch die aus Bielefeld angereisten ehemaligen Striegauer, als sie die historischen Aufnahmen aus Striegau und Lübbecke sahen. Dabei entdeckten sie Fotos von Verwandten, Freunden und Bekannten.
Die Büste des Striegauer Barockdichters Johann Christian Günther fand ebenso Beachtung wie seine posthum im Jahre 1742 gedruckten Werke. Bilder der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Stadt Striegau weckten schmerzhafte Erinnerungen an Flucht und Vertreibung. "Es gibt so viel zu erzählen von Striegau und über unsere Erlebnisse hier in der Patenstadt Lübbecke! Da bietet die Ausstellung einen wirklich angemessenen Überblick! Wir sind dankbar, wie sorgfältig alles aufgearbeitet und thematisiert wurde.", lautete der einhellige Tenor der ehemaligen Striegauer.
In der Ausstellung ist auch der 15minütige Filmbeitrag "Fern und doch vertraut" zu sehen, den das Stadtarchiv vorbereitet hat. Er zeigt nicht nur historische Aufnahmen aus Striegau, sondern auch von den ersten Bundestreffen in Lübbecke. Die Filmaufnahmen aus der Lübbecker Innenstadt lassen dabei zugleich heimische Stadtgeschichte aufleben und zeigen, dass die Patenschaft in Lübbecke lebendig bleibt. So lockte die Sonderausstellung auch am Sonntag wieder zahlreiche Besucher ins Kultur- und Medienzentrum.Wer bisher noch keine Möglichkeit hatte, sich die Ausstellung anzusehen, kann das noch bis zum 11. Juni während der Öffnungszeiten der Mediothek nachholen.