Gesundheitsprojekte in weiterführenden Schulen
Minden-Lübbecke, 05.03.2007
Gemeinsam für eine gesunde Ernährung von Jugendlichen
Gesundheitsprojekte in weiterführenden Schulen des Mühlenkreises geplant
Die Arbeitsgruppe Gesundheit der Kommunalen Gesundheits- und Pflegekonferenz des Kreises Minden-Lübbecke, die OPUS-Koordinatoren für Gesundheitsförderung sowie die AOK in Herford, Minden-Lübbecke, die Barmer, die BKK Melitta Plus und die Vereinigte IKK haben sich zum Ziel gesetzt, verstärkt Gesundheitsprojekte in den weiterführenden Schulen des Mühlenkreises Minden-Lübbecke umzusetzen. Dies ist auch die Fortsetzung des Prozesses zum Thema Jugendgesundheitstag, der im März 2006 unter Beteiligung von über 5.000 Schülerinnen und Schülern durchgeführt wurde.
Ab dem kommenden Schuljahr 2007/2008 sollen Gesundheitsprojekte zum Themenfeld Ernährung in interessierten Schulen durchgeführt und evaluiert werden. "Wir sind froh, dass wir mit den genannten Krankenkassen Projektpartner gewonnen haben, die sich sowohl in der Projektdurchführung beteiligen als auch die Gesamtkosten für dieses Vorhaben übernehmen und unter sich aufteilen werden", so der Geschäftsführer der Kommunalen Gesundheits- und Pflegekonferenz des Kreises Minden-Lübbecke, Dr. Christian Adam. Darüber hinaus werden die Gesundheitsanbieter von Ernährungsprojekten beteiligt, die sich bereits im Rahmen des Jugendgesundheitstages präsentiert haben.
Für die weiterführenden Schulen des Mühlenkreises besteht nun bis zum 30. März Gelegenheit, ihr Interesse an Ernährungsprojekten anzumelden. Dabei können Schwerpunkte gesetzt werden. In den Projekten kann es je nach Interessenlage der Schulen sowohl um die Vermittlung allgemeiner Informationen als auch um die praktische Umsetzung zum Thema gesunde Ernährung und Vermeidung von Übergewicht gehen. ErnährungsberaterInnen werden aufzeigen, was alles zu einem gesunden Frühstück gehört und selbstverständlich sollen alle Beteiligten erfahren, wie gut ein gesundes Frühstück schmecken kann. Es können aber auch spezielle Themen wie z.B. Ess-Störungen, die Essgewohnheiten unterschiedlicher Kulturen, Fitness und Denkleistung im Zusammenhang mit gesunder Ernährung, Diabetes oder selbsterfahrungsorientierte Projekte bzw. Workshops zu den Themen Körperbild, Identitätsentwicklung oder Schönheitsideale gewählt und umgesetzt werden.
Wichtige Kriterien für die Umsetzung der angedachten Projekte sind, dass das Thema Gesundheitsförderung Bestandteil des Schulprogramms ist oder nachweislich werden wird und Lehrer sowie Eltern als konkrete Ansprechpartner und Multiplikatoren in der Schule zur Verfügung stehen. "Diese Kriterien sind für alle Beteiligten von Bedeutung, weil die Gesundheitsprojekte in den Schulen eine nachhaltige Wirkung erzielen sollen", so Dr. Christian Adam.
Für die Schulen lohnt sich ein Engagement allemal: sie sollen, soweit die Projekte unter den angestrebten Rahmenbedingungen durchgeführt werden, für das entsprechende Schuljahr die Auszeichnung "Gesunde Schule im Mühlenkreis" erhalten.