Gesundheitsamt gibt Hinweise und Tipps im Umgang mit der Neuen Influenza zum Schulstart
Kreis Minden-Lübbecke, 14.08.2009
Gesundheitsamt gibt Hinweise und Tipps im Umgang mit der Neuen Influenza zum Schulstart
Informationen zur Neuen Influenza A/H1 N1 für Schulleitungen, Schulträger und Kindertageseinrichtungen
Nachdem das Land Nordrhein-Westfalen entschieden hat, die Schulferien nicht zu verlängern, treffen die Schulträger zurzeit die Vorkehrungen für den pünktlichen Schulstart am 17. August.
Im Vorfeld hatte das Kreisgesundheitsamt eine Informationsveranstaltung zur aktuellen Situation der Neuen Influenza/Schweinegrippe am Donnerstag, 13. August 2009 im VIP-Raum in der Kampa-Halle in Minden vorbereitet. Die Kreisverwaltung Minden-Lübbecke hatte hierzu kurzfristig alle Schulträger und Schulleiterinnen und Schulleiter sowie die Leiterinnen und Leiter der Kindertageseinrichtungen im Mühlenkreis eingeladen.
"Das hat nichts mit Panikmache, aber sehr viel mit Vorsorge zu tun. Die Gesundheit der Schüler und Kinder steht im Vordergrund. Wir wollen helfen, das Thema zu versachlichen und Informationen zu Verhaltens- und Hygienemaßnahmen in den Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen geben", betont Landrat Dr. Ralf Niermann in seiner Begrüßung.
Rund 190 Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Kindertagesstättenleiterinnen und -leiter waren der Einladung gefolgt.
Nach einem kurzen Überblick der Geschehnisse und Aktivitäten des Kreises Minden-Lübbecke im Zusammenhang mit der Pandemie in den vergangenen Monaten durch den Landrat erläuterte Dr. Peter Witte, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, den Anwesenden im weiteren Verlauf zunächst die aktuelle Situation der neuen Influenza. Dabei ging er auf die Ausbreitung, die Übertragungswege und die Krankheitssymptome ein. Er informierte außerdem über Vorsichtsmaßnahmen und das Verhalten bei Erkrankungen an neuer Influenza in Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen. Dabei wurden Fragen zur persönlichen Hygiene und der erforderlichen Ausstattung von Kindertagesstätten und Schulklasse, aber auch Fragen zur häuslichen Quarantäne und zu den erforderlichen Maßnahmen des Gesundheitsamtes beantwortet. Insbesondere Fragen zu Kontaktpersonen und besondere Risiken wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erläutert.
Besonderen Wert legte Dr. Witte darauf, dass es sich bei der Neuen Influenza gegenwärtig nicht um eine besonders ansteckende oder gefährliche Erkrankung handelt. Die bisherigen Krankheitsverläufe sind eher vergleichbar mit grippalen Infekten, wie sie in jedem Herbst und Winter auftreten, so Dr. Witte. Daher dürfen gesunde Mitschüler/innen und Lehrkräfte, in deren Klassen eine Erkrankung aufgetreten ist, die Schule weiter besuchen. Gleiches gilt für Kindergärten. Wenn es allerdings in einer Familie zu einem Erkrankungsfall kommt, müssen auch die gesunden Familienmitglieder der Schule bzw. dem Kindergarten für 1 Woche fernbleiben.
Eine Schließung von Einrichtungen ist nur in Ausnahmefällen denkbar.
Ziel der gegenwärtigen, vorbeugenden Aktivitäten ist es die Erkrankungswelle zu bremsen und Ausbrüche in Schulen und Kindertageseinrichtungen zu verhindern, und so die rechtzeitige Impfung zu ermöglichen, zumal nicht vorhersehbar ist, ob sich die Erkrankung im Herbst noch in der Symptomatik verstärkt.
Dr. Witte wies außerdem darauf hin, dass Eltern erkrankte Kinder mit typischen Symptomen nicht in die Kindertagesstätten und Schulen schicken dürfen.
Informationen zum Umgang mit der neuen Influenza in Kindertageseinrichtungen, Elterninformationen für Kindertagesstätten und Antworten auf häufig gestellte Fragen, sowie Hinweise zu weiteren Informationsmöglichkeiten wie durch das Robert-Koch-Institut und die Ministerien wurden bereits in der letzten Woche auf die Internetseite der Kreisverwaltung (www.minden-luebbecke.de) eingestellt und können dort abgerufen werden.
Die Schulträger und Schulleitungen wurden vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein Westfalen über Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Neuen Grippe und das Verhalten beim Auftreten von Fällen der neuen Influenza an Schulen und Kindertageseinrichtungen informiert.