Geologischer Dienst NRW untersucht den Zustand des Moores in Teilen der Bastauniederung
Wie geht’s dem Moor? – Das ermittelt jetzt der Geologische Dienst Nordrhein-Westfalen (GD NRW) für die Teile des Moores, die bisher noch nicht erfasst wurden. Anlass ist ein außergewöhnliches Modellprojekt, mit dem der Kreis Minden-Lübbecke gemeinsam mit allen Beteiligten ein Leitbild zur Modellregion Bastauniederung erarbeitet hat. Dazu gehören eine zukunftsorientierte und nachhaltige Bewirtschaftung, Natur- und Klimaschutz ebenso wie Naherholung und Tourismus. Die Besonderheit ist, dass hier Ziele, die nicht immer auf den ersten Blick gut vereinbar sind, gemeinsam verfolgt und umgesetzt werden.
Der GD NRW wird nun in diesem Zusammenhang eine bestehende Erfassung des Moorzustandes aus dem Jahr 2018 im Naturschutzgebiet (NSG) „Bastauwiesen“ vervollständigen. Das heißt, dass jetzt die östlichen Bereiche des Naturschutzgebietes untersucht werden. Die Kartierung der Böden startet voraussichtlich Ende März oder Anfang April im Auftrag des Landes NRW.
Der GD NRW ist die geowissenschaftliche Einrichtung von Nordrhein-Westfalen. Zur Bodenuntersuchung gehört, dass seine Mitarbeitenden Sondierungen – also in diesem Fall Handbohrungen – bis maximal zwei Meter Tiefe durchführen. Stellenweise werden auch Aufgrabungen angelegt, aus denen Bodenproben entnommen werden. Die Beschäftigten und Beauftragten des GD NRW sind berechtigt, hierzu Grundstücke zu betreten und die notwendigen Arbeiten vorzunehmen. Sie nehmen natürlich so weit wie möglich Rücksicht auf forstliche und landwirtschaftliche Belange und die Nutzung der Grundstücke. Falls trotzdem durch die Arbeiten Schäden entstehen, werden diese nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen ersetzt. Der GD NRW bittet um Verständnis, dass bei der Vielzahl von Personen, die Grundstücke innehaben, eine persönliche Unterrichtung oft nicht möglich ist.
Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Biologischen Station Minden-Lübbecke e.V. und der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke, um die Störungen brütender Vögel im EU-Vogelschutzgebiet zu minimieren und möglichst auszuschließen.
Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich gern an Albrecht Deppe als Mitarbeitenden des GD NRW vor Ort wenden oder zum Kreis Minden-Lübbecke Kontakt aufnehmen. Kontaktdaten finden Sie beispielsweise unter www.zukunft-moor.de. Dort stehen auch nähere Informationen zum Moderationsprozess und zum Leitbild.