Gemeinsam unterwegs auf dem »Weg der Erinnerung« am 9. November - Eröffnung der Sonderausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Lübbecke
Lübbecke. Zum Auftakt des diesjährigen „Weges der Erinnerung“ am Samstag, 9. November um 19 Uhr im Kultur- und Medienzentrum (Altes Rathaus) wird eine Sonderausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Lübbecke durch Bürgermeister Eckhard Witte eröffnet. „Es gibt Interessantes zu entdecken“, betont Stadtarchivarin Christel Droste. „Zeiten der Freude und des guten Miteinanders von Juden und Christen werden ebenso in den Blick genommen wie Ausgrenzungen und Verfolgungen.“ So erinnert eine der insgesamt 12 Stationen an die Schrecken der so genannten „Pogromnacht“ vom 9. auf den 10. November 1938, die sich zum 75. Male jährt.
© Stadtarchiv Lübbecke
Der Vorbereitungskreis für den „Weg der Erinnerung“ freut sich, in diesem Jahr auch Nachkommen von Max und Julie Lazarus, des bislang letzten in Lübbecke tätigen jüdischen Lehrers und Kantors und dessen Frau, begrüßen zu können. Nach der Eröffnung der Ausstellung bleibt zunächst Zeit, sich die einzelnen Stationen im Alten Rathaus anzusehen. Auch Ansprechpartner der beteiligten Schulen werden an diesem Abend an den Stationen vor Ort sein. Gegen 20 Uhr führt der gemeinsame Weg anschließend über die Bäckerstraße zum „Platz der Synagoge“, wo die Theatergruppe der Pestalozzischule eine szenische Darstellung zeigen wird. Nach einem Grußwort des Landrats und der Kranzniederlegung klingt der „Weg der Erinnerung“ dort aus.
Auch ein katholischer Religionskurs des Wittekind-Gymnasiums ist an der Vorbereitung der Sonderausstellung beteiligt © Stadtarchiv Lübbecke
Der „Weg der Erinnerung“ bildet in diesem Jahr den Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe, zu der unter anderem am 10. November ein Konzert von Familie Lazarus mit einheimischen Musikern im Wittekind-Gymnasium gehört. Am 12. November schließt sich im Alten Rathaus ein Vortrag der jüdischen Schriftstellerin Miriam Magall über Frauen im Judentum an. Zum Abschluss der Reihe findet am 18. November, ebenfalls im Alten Rathaus, ein Filmabend statt. Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr.